Cisalpino-AG stellt Tätigkeit ein
Der Bahn-Personenverkehr zwischen Italien und der Schweiz wird ab Mitte Dezember wieder von den SBB und Trenitalia selbst übernommen. Ihre gemeinsame Gesellschaft Cisalpino AG stellt ihre Tätigkeiten ein.
1993 war die Cisalpino AG gegründet worden – mit viel Enthusiasmus, dass nun die modernen Pendolini-Neigezüge den Nord-Süd-Personenverkehr auf eine neue, zeitgemässe Basis stellen würden. Doch das Gegenteil war der Fall: Die Pannen hörten nie auf.
Nun haben die Ausfälle ohne Ende rund um die Cisalpino-Züge Folgen: Auf den Fahrplanwechsel im Dezember nehmen die nationalen Bahngesellschaften SBB und Trenitalia den Personenverkehr Schweiz-Italien wieder selbst in die Hand. Das Cisalpino-Personal wird übernommen.
Offiziel begründet wird dieser Schritt mit der anhaltend rückläufigen Nachfrage und der nicht mehr zeitgemässen Qualität des Nachtzugangebots.
Die Cisalpino AG, eine 50:50-Aktiengesellschaft der beiden Staatsbahnen, stellt ihre operative Tätigkeit auf Mitte Dezember hin ein.
Der Bahnverkehr Nord-Süd bewege sich auch nach dem Einsatz von Zusatzzügen nicht auf dem gewünschten Qualitätsniveau, seien sich alle Beteiligten bewusst. Die italienischen Pendolino-Kompositionen funktionierten auf dieser Achse nie einwandfrei, und die Bedingungen rund um den Bahnknoten Mailand ebenfalls nicht.
Grösste Herausforderungen, so SBB und Trenitalia, seien dabei die Qualität und Verfügbarkeit des Rollmaterials sowie das knappe Trasseangebot auf der Nord-Süd-Achse.
Gekaufte und gebuchte Zugtickets würden auch nach dem Wechsel von den Mutterbahnen zu gleichen Konditionen übernommen, schreibt die Cisalpino AG.
swissinfo.ch und Agenturen
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