CS Group: Reingewinn um einen Viertel gesunken
Nach einem Gewinneinbruch um einen Viertel im ersten Halbjahr 2001 schnallt der Finanzkonzern Credit Suisse Group (CSG) den Gürtel enger. Die Konzernstruktur wird gestrafft, was gegen 800 Stellen kosten wird und die jährlichen Kosten um etwa eine halbe Milliarde Franken senken soll. Die Börse reagierte verhalten positiv.
Die Credit Suisse Group hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen weiteren deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Reingewinn betrug noch 1,3 Mrd. Franken, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Der Reingewinn betrug damit 23% weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal und 10% weniger als im ersten Quartal dieses Jahres. Im Halbjahresvergleich machte der Gewinneinbruch 24% aus.
CS Group-Präsident und -Konzernchef Lukas Mühlemann bezeichnete die Resultate angesichts der schwierigen Marktbedingungen dennoch als gut. Der Gewinnausweis liegt am oberen Ende der Erwartungen der Finanzanalysten.
Als erfreulich bezeichnete Mühlemann die Zunahme der verwalteten Vermögen, die im ersten Halbjahr um 4,3% auf 1,452 Bio. Franken zulegten.
Kostenbremse auf allen Ebenen
Der Konzern steht weiterhin auf der Kostenbremse. Nicht rund lief im ersten Halbjahr das Investmentbanking-Geschäft der Credit Suisse First Boston (CSFB). Im Private-Equity-Geschäft resultierte ein Verlust von 216,8 Mio. Franken; vorsorglich wurden 100 Millionen Franken zurückgestellt. Die Credit Suisse First Boston hat seit Ende März 2001 total 524 Stellen (2%) abgebaut und den Personalaufwand gegenüber dem Vorquartal auf US-Dollarbasis um 10% gesenkt.
Schmidheiny tritt zurück
Zu einer Änderung kommt es im Verwaltungsrat. Der 55-jährige Thomas Schmidheiny, Verwaltungsratspräsident und Delegierter des Zementkonzerns Holcim (ehemals Holderbank), will sich vermehrt auf seine eigenen Unternehmen konzentrieren. Er tritt aus dem CSG- Verwaltungsrat, dem er seit 1989 angehört, zurück.
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