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Erfreulicher Sommer für die Hotellerie

Guter Sommer für die Schweizer Hotellerie - vor allem die Bergkurorte legten zu. Keystone

Die Schweizer Hoteliers blicken auf ein erfreuliches Sommerhalbjahr zurück. Von Mai bis Oktober 2000 zählten sie 4,5 Prozent mehr Logiernächte als im Vorjahr, die vierte Zunahme in Folge.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) erklärt sich diese positive Entwicklung vor allem mit der guten internationalen Konjunkturlage, günstigen Wechselkursen und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch Sonne und warme Temperaturen hätten dazu beigetragen.

Mit einer Ausnahme erhöhte sich die Nachfrage aus dem In- und Ausland in allen Monaten des Sommerhalbjahrs. Der negative Oktoberabschluss geht auf das Konto der nassen Witterung mit den Unwetter-Katastrophen im Wallis und im Tessin.

Auslandnachfrage stieg stärker

Insgesamt wurden von Mai bis Oktober 19,15 Mio. Logiernächte gebucht, das heisst 823’000 oder 4,5 Prozent mehr als im Sommerhalbjahr 1999. Davon entfielen 7,71 Mio. auf Gäste aus dem Inland. Mit einer Zunahme um 154’000 oder 2,0 Prozent hielt der seit 1997 beobachtete Aufwärtstrend der Binnennachfrage an.

Gäste aus dem Ausland buchten 11,44 Mio. Hotelnächte, was einer Zunahme um 669’000 oder 6,2 Prozent entspricht. Allein die Nachfrage aus aussereuropäischen Ländern stieg um 450’000 oder 14 Prozent auf 3,75 Mio. Bei den Gästen aus Europa erhöhte sie sich um 219’000 oder 2,9 Prozent auf 7,69 Mio.

Mehr Amerikaner und Japaner, weniger Deutsche und Israelis

Am stärksten legten mit einem Plus von 234’000 oder 19 Prozent die US-Amerikaner zu. Das BSF führt dies nicht nur auf die Stärke des Dollars zurück, sondern auch darauf, dass die Passionsspiele im bayrischen Oberammergau und das Heilige Jahr in Italien viele amerikanische Touristen nach Europa und damit auch in die Schweiz gelockt haben.

Zahlreicher erschienen auch die Gäste aus Japan, Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden und Österreich. Der hohe Dollarkurs und die Erhöhung der Erdölpreise seit Sommer 1999 dürften den markanten Zustrom der Gäste aus den Golfstaaten begünstigt haben. Rückläufig war der Zuspruch aus Deutschland, Italien und Israel.

Auch im letzten Sommerhalbjahr stellten die Schweizerinnen und Schweizer mit rund 40 Prozent die wichtigste Gästegruppe. Auf dem zweiten Rang folgten die Deutschen mit 18 Prozent vor den Gästen aus den USA (8 Prozent), aus Grossbritannien (6 Prozent), aus Japan (4 Prozent) sowie aus Frankreich und Italien (je 3 Prozent).

Bergkurorte an der Spitze

Alle zwölf Tourismus-Regionen meldeten höhere Logiernächte-Zahlen. Die stärksten Zunahmen verzeichneten die Zentralschweiz (8 Prozent) und das Berner Oberland (6 Prozent). Die vom Geschäfts- und Städtetourismus geprägten Kantone Zürich und Genf legten ebenfalls spürbar zu.

In den Seezonen belebte sich der Hoteltourismus stärker als in den grossen Städten Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich, in den Bergkurorten und in den übrigen Landesteilen. Mit 5,77 Mio. Logiernächten – das heisst 30 Prozent des Totals – standen die Bergkurorte auch dieses Jahr an der Spitze.

swissinfo und Agenturen

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