EuroAirport Basel: Nachtflugverbot wird ausgedehnt
Der EuroAirport Basel hat neue Massnahmen gegen den Fluglärm beschlosse. Unter anderem wird das Nachtflugverbot für die lärmigsten Flugzeuge ausgedehnt. Zudem soll eine trinationale Kommission für Umweltanliegen eingesetzt werden.
Die Beschlüsse des Verwaltungsrats des Flughafens Basel-Mülhausen vom Freitag (30.11.) sollen den Lärmschutzanliegen der Anwohner Rechnung tragen, ohne die nachhaltige Entwicklung des EuroAirports zu beeinträchtigen. Vom kommenden 1. April an soll das Nachtflugverbot für die lautesten Flugzeuge um drei Stunden auf 20.00 bis 07.00 Uhr ausgedehnt werden.
Bisher galt dieses Verbot von 22.00 bis 06.00 Uhr. Ab Anfang 2001 werden weiter Motorenprüfläufe ausserhalb des Lärmschutzhangars zwischen 22.00 und 06.00 Uhr sowie an Sonntagen strikte verboten. Von Mitte 2001 dürfen Flugzeuge nachts nicht mehr aus eigener Kraft vom Hangar aufs Vorfeld rollen, sondern müssen von einem Traktor gezogen werden.
Weitere Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm betreffen Empfehlungen an die französischen Zivilluftfahrtbehörden zur besseren Nutzung der nach Westen führenden Abflugpiste sowie zur Einrichtung eines Instrumentenlandesystems als Ersatz der Sichtanflüge in Richtung Norden.
Der Verwaltungsrat des Flughafens sprach sich schliesslich für die Einsetzung einer trinationalen Kommission mit Vertretern von Behörden, Wirtschaft und Anwohnern aus, mit der die Flughafendirektion künftig Umweltanliegen erörtern will. Der EuroAirport gehört nach eigenen Angaben bereits heute zu den fortschrittlichsten Flughäfen bezüglich Umweltschutzmassnahmen.
swissinfo und Agenturen
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