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Finanzkrise beutelt auch Pensionskassen

Die Schweizerischen Pensionskassen haben wegen der Finanzkrise und der damit verbundenen Aktienbaisse seit Anfang Jahr 30 Mrd. Franken eingebüsst. Ihr Zustand sei aber nicht besorgniserregend.

So schlecht, wie in den Medien kolportiert, gehe es den Pensionskassen nicht, wurde am jährlichen «Risiko Check-up» zur Lage der Pensionskassen bekanntgegeben.

Trotzdem: 2008 hat sich der so genannte Deckungsgrad aller Pensionskassen zusammen um gegen 7% auf 103% verringert.

Damit stieg der Anteil der Kassen mit Unterdeckung (weniger als 100%) bei den öffentlichrechtlichen auf 62% und bei den privatrechtlichen auf rund 13%.

Die Mehrheit der privatrechtlichen Pensionskassen sollte somit in der Lage sein, einen weiteren Einbruch in ähnlicher Höhe zu verkraften.

Der gegenüber 2007 gesunkene Deckungsgrad erklärt sich mit den massiven Buchverlusten in diesem Jahr von rund 30 Milliarden Franken. Sie entsprechen 5 bis 6% der gesamten Pensionskassen-Vermögen von über 600 Mrd. Franken.

Der Bundesrat muss in diesem Herbst über eine Senkung der Mindestverzinsung von 2,75% auf 2% entscheiden. Zu diesem Satz müssen die Kassen im Minimum die Guthaben der Versicherten jährlich verzinsen.

Auch die Anpassung des für die spätere Rente ausschlaggebenden so genannten Umwandlungssatzes wird an die Hand genommen. Der Nationalrat hat heute eine Senkung des Umwandlungssatzes von 6,8 auf 6,4% bis 2014 beschlossen.

Der Umwandlungssatz ist der Prozentsatz des Altersguthabens, der den Versicherten schliesslich als jährliche Rente ausbezahlt wird. Seine Senkung war bereits im Ständerat im vergangenen Sommer unterstützt worden.

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