Für den automatischen Informationsaustausch
Entwicklungs-Organisationen der "Steuersünderländer" Schweiz, Österreich und Luxemburg fordern den automatischen Informationsaustausch bezüglich Steuerdaten. Sie wollen aber auch, dass Konzerne ihre Steuerpraktiken ändern.
Am 23.Juni beraten in Berlin die Finanzminister von 20 OECD-Staaten über die bisherigen Lösungen zu Fragen des internationalen Informationsaustausches in Steuerfragen. Einen Tag später beginnt in New York die UNO-Konferenz zur Finanzkrise.
Entwicklungs-Organisationen haben dies zum Anlass genommen, Forderungen einzubringen. Der Austausch von Informationen dürfe nicht nur auf Anfrage erfolgen. Der OECD-Standard für internationale Amtshilfe soll auch auf Entwicklungsländer angewandt werden, schreibt Alliance Sud. Auch die Zinsbesteuerung sei zudem auf die Entwicklungsländer auszudehnen.
Weiter hält Alliance Sud fest, dass es beim Streit um Steueroasen nicht nur um unversteuertes Privatvermögen gehe. Problematisch seien auch die Praktiken der Konzerne, den Grossteil ihrer Gewinne in Steueroasen auszuweisen. Die Konzerne sollten ihre Bilanzen deshalb nach Ländern aufschlüsseln müssen.
swissinfo.ch und Agenturen
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