Fussball: Grasshoppers mit Rekordverlust
Die Zürcher Grasshoppers haben sich im letzten Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gespielt: 22 Mio. fehlen. Der Verwaltungsrat kündigte drastische Massnahmen an und die Aktien werden von der Börse zurückgezogen.
GC erwirtschaftete im Spieljahr 1999/2000 einen Rekordverlust von 21,9 Mio. Franken. Grund für das schlechte Resultat sind sinkende Zuschauer-Einnahmen und teure Spielereinkäufe, wie die Clubspitze am Dienstagabend (14.11.) bekannt gab.
Unattraktive Gegner und Mannschafts-Ausverkauf
Der Betriebsertrag sei um 6 Mio. auf 9,1 Mio. gesunken. Hauptsächlich die – auf Grund unattraktiver Gegner – geringeren Einnahmen aus Europa-Cup-Runden seien dafür verantwortlich. Gleichzeitig habe GC nach dem praktischen Ausverkauf der Mannschaft im Vorjahr mit teuren Spielereinkäufen ein neues Team aufbauen müssen. Hinzu seien noch Abschreibungen aus Verträgen und Transfers für 5 Mio. gekommen, klagten die Kicker-Chefs weiter.
Sanierung nötig
Gemäss dem Sanierungskonzept, das noch von der Generalversammlung abgesegnet werden muss, soll das Kapital erst massiv auf 20 Prozent reduziert und anschliessend neu aufgestockt werden.
Zum Abschluss der Sanierung streicht die Grasshopper Fussball AG ihre Börsennotierung auf den 18. April 2001. Der Aktienhandel erfolge ab
diesem Zeitpunkt ausserbörslich über die Zürcher Kantonalbank, teilte der Verwaltungsrat mit.
Bis in zwei Jahren will er wieder schwarze Zahlen schreiben.
swissinfo und Agenturen
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