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Givaudan geht im Juni an die Börse

Givaudan ist weltweit in zwei Geschäften tätig: Der Konzern produziert Riechstoffe und Aromen. Keystone

Nach der Abspaltung von Roche wird der Givaudan-Konzern am kommenden 8. Juni an der Schweizer Börse kotiert. Der Hersteller von Duftstoffen und Aromen will nach eigenen Angaben weiter wachsen und seine Stellung als Weltmarktführer ausbauen.

Am vergangenen 9. Mai hatten die Aktionäre des Pharmakonzerns Roche die Abspaltung von Givaudan genehmigt. Ab dem kommenden 8. Juni soll die Aktie des selbständigen Unternehmens an der Schweizer Börse gehandelt und in den Blue-Chips-Index SMI aufgenommen werden.

Von der Mutter mit einer starken Bilanz ausgestattet sei weiteres Wachstum das Ziel des Konzerns, sagte Roche-Finanzchef und Givaudan-Präsident Meier in Zürich.

Besitzer von Givaudan werden die Roche-Aktionäre und Inhaber von Roche-Genussscheinen (GS). Pro Aktie oder GS erhalten die Investoren eine stimmberechtigte Givaudan-Aktie. Als fairen Wert der Aktie bezeichnete Meier 450 bis 550 Franken. Wie sich der Preis entwickeln werde, bestimme aber der Markt. Er rechne aber vor allem zu Beginn mit Preisschwankungen.

“Auf der einen Seite gibt es institutionelle Aktionäre die statutenbedingt nur in Health-Care-Unternehmen investieren dürfen und deshalb verkaufen werden”, sagte Meier weiter. Auf der anderen Seite sei das Interesse an Givaudan gross.

Mit rund neun Prozent wird die Roche-Gründerfamilie grösste Aktionärin, gefolgt von Martin Ebners BZ-Gruppe mit rund drei Prozent. Die Roche-Familie wird laut Meier ihre Aktien behalten. “Givaudan ist ein Juwel, und Juwelen gibt es nicht so viele”, sagte er. Die Stimmrechtsbeschränkung liegt bei zehn Prozent.

Wachstum zum Ziel erklärt

Givaudan ist weltweit in zwei Geschäften tätig. Zum einen produziert der Konzern Riechstoffe, unter anderem für die Parfümindustrie, zum anderen Aromen für die Nahrungsmittelindustrie. Die beiden Divisionen sind praktisch gleich gross. 1999 erzielte Givaudan einen Umsatz von 2,231 Mrd. Franken und einen Betriebsgewinn von 397 Mio Franken.

Der Konzern sei in einem reifen Markt mit einem jährlichen Wachstum von zwei bis drei Prozent tätig, sagte Konzernchef Jürg Witmer. Trotzdem sei überproportionales inneres Wachstum das erklärte Ziel. Das sei mit Kreativität zu erreichen. Heute verfügt Givaudan über einen Weltmarktanteil von rund 14 Prozent.

In der Bilanz werden 2,574 Mrd. Franken Eigenkapital ausgewiesen, was einer Eigenkapitalquote von 72,4 Prozent entspricht. Die Nettoschulden belaufen sich auf rund 200 Mio. Franken. Diese Kapitalstruktur erlaube Übernahmen, sagte Witmer. Der Verwaltungsrat werde einen entsprechenden Strategieplan ausarbeiten.

swissinfo und Agenturen

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