Grünes Licht für Syngenta
Der neue Agribusiness-Konzern Syngenta kann operativ tätig werden. Die Kartellbehörden der USA haben die Fusion der Agrargeschäfte des Basler Pharma- und Chemiekonzerns Novartis und der britisch-schwedischen AstraZeneca bewilligt.
Wie Novartis am Donnerstag (02.11.) mitteilte, traf damit die letzte noch ausstehende Bewilligung ein.
Syngenta wird nun wie geplant am kommenden 13. November an den Börsen von Zürich, London, Stockholm und New York kotiert. Die Aktien werden zu einem Preis zwischen 85 und 105 Franken platziert.
Die Bewilligung der Federal Trade Commission (FTC) wurde erteilt, nachdem Novartis und AstraZeneca sich dazu verpflichtet hatten, einzelne Pflanzenschutzprodukte zu verkaufen oder zu lizenzieren. Konkret verkaufte Novartis ihr Pilzschutzmittel Flint an die Bayer AG, AstraZeneca veräusserte ihr Acetochlor-Herbizidsortiment an Dow Agrosciences LLC.
Syngenta ist eines der grössten reinen Agribusiness-Unternehmen der Welt. Der Konzern mit Sitz in Basel beschäftigt mehr als 23’000 Leute in über 50 Ländern und erzielte 1999 einen Pro-forma-Umsatz von rund sieben Mrd. Dollar.
Der Konzern ist weltweit die Nummer 1 im Pflanzenschutz und nimmt den dritten Platz im Geschäft mit Saatgut ein. Die Fusion ist mit dem Abbau von weltweit 3’000 Stellen verbunden.
Die einmaligen Restrukturierungskosten werden auf 900 Mio. Dollar geschätzt. Nach drei Jahren wird mit jährlichen Kosteneinsparungen von 525 Mio. Dollar gerechnet.
Das Syngenta-Präsidium übernimmt Heinz Imhof, der zuletzt die Novartis-Division Agribusiness leitete. Konzernchef wird Michael Pragnell, der bisher der Agrochemie von AstraZeneca vorstand.
swissinfo und Agenturen
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