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Kampagne «Stoppt Nespressionen» gestartet

Der Nahrungsmittelmulti Nestlé soll die Gewerkschaftsrechte respektieren, verlangen die Internationale Lebensmittel- und Genussmittelgewerkschaften (IUL) und die Schweizer Gewerkschaft Unia.

Die Gewerkschaften kritisieren, der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern halte sich in mehreren asiatischen Ländern nicht an die selbst proklamierten Grundsätze.

Sie prangern mit ihrer internationalen Kampagne «Stoppt Nespressionen» mehrere Nestlé-Fehlverhalten an: In Indonesien fordere die Gewerkschaft seit Jahren Verhandlungen über dringend benötigte Änderungen des Tarifvertrags. Die Unternehmensleitung verweigere aber die notwendigen Informationen.

Auch in Indien und Hongkong verweigere Nestlé Verhandlungen und setze Gewerkschafter massiv unter Druck. Und Nestlé Korea verletze elementarste Informationspflichten gegenüber der Arbeitsnehmervertretung.

Der IUL wirft Nestlé zudem vor, der Konzern habe 2008 für den Rückkauf eigener Aktien 8,7 Mrd. Franken ausgegeben, um den Gewinn pro Aktien zu steigern. Dies sei mehr als die Hälfte dessen, was Nestlé für Löhne ausgegeben habe. Dieses Geld fehle für notwendige Verbesserungen bei Löhnen und Renten.

Nestlé weist die Vorwürfe zurück. Der Lebensmittelkonzern respektiere die lokale Gesetzgebung in den 86 Ländern, in denen er tätig sei und biete Löhne und Arbeitsbedingungen, die besser als der jeweilige regionale oder nationale Schnitt seien, insbesondere in den Schwellenländern.

In Bezug auf die von den Gewerkschaften erwähnten Beispiele in den asiatischen Ländern sei die Sachlage anders als dargestellt, betont Nestlé.

swissinfo.ch und Agenturen

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