Kein Nouvel-Bau in Winterthur
Winterthur erhält keinen Bau des französischen Stararchitekten Jean Nouvel. Die Baubewilligung für das Projekt "Megalou" in der Stadtmitte ist am Freitag (06.07.) ungenutzt verfallen.
Der Sulzer-Konzern teilte mit, er habe für das 150-Millionen-Franken-Projekt keine Investoren gefunden. Verhandelt wurde mit Investoren bis am Donnerstag (05.07.), wie Sulzer mitteilte. Der Erfolg blieb jedoch aus, obwohl Sulzer die vormalige Industrielandschaft Dieselbauhalle an der Zürcherstrasse zu sehr günstigen Konditionen abgeben wollte.
Mehrere Gründe für das Scheitern
Für das Scheitern des Projekts wurden neben hohen Baukosten mehrere Gründe angeführt. So könnten in Winterthur, anders als im Ballungsraum Zürich, nicht die nötigen Mieter gefunden werden. Ungünstig gewesen sei auch der überraschende Verzicht des Kantons Zürich auf die Verlegung des Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieur-Wesen der Zürcher Hochschule Winterthur.
Zudem sei das Projekt Verzögerungen ausgesetzt gewesen. So habe Nouvel den Architekturwettbewerb 1992 gewonnen, doch sei die Baubewilligung erst 1998 erteilt worden. Fast alle kleineren Vorhaben im Umfeld von «Megalou» – etwa ein Loft-Projekt, eine Wohnüberbauung und der Technopark Winterthur – seien verwirklicht oder im Entstehen.
Neubeginn
Zum weiteren Vorgehen zeichnet sich laut Sulzer für die einstige Industrielandschaft Dieselbauhalle ein Neubeginn ab. Es seien keine Entwicklungs-Möglichkeiten verbaut worden, alle Optionen für die Zukunft intakt. Im Vordergrund steht ein Planungsverfahren zur Realisierung bedarfsgerechter Hochbauten und zum Bau von Autoeinstellplätzen.
swissinfo und Agenturen
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