Klimawandel vertreibt 50 Millionen Menschen
Nach Einschätzung von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey werden weltweit mindestens 50 Millionen Menschen bis 2050 wegen der Folgen des Klimawandels aus ihrer Heimat vertrieben.
Am 7. internationalen Treffen zum Thema Menschenrechte und Klimawandel in Genf sagte Aussenministerin Calmy-Rey weiter, dass die Ärmsten die Folgen des Klimawandels bereits heute spürten.
Er gefährde konkret das Recht von Millionen von Menschen auf Trinkwasser, Nahrung und Wohnung. Die Verantwortung für die Reduktion des Treibhausgas-Ausstosses müsse gerecht verteilt werden, forderte die Vorsteherin des Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
Der Respekt vor den individuellen Rechten erfordere, dass alles getan werde, um grössere Naturkatastrophen zu verhindern. Aber auch die wirtschaftlichen Einbussen müssten kompensiert werden, die aus der CO2-Reduktion erwüchsen.
Für den bevorstehenden UNO-Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember forderte sie ein Abkommen, das nicht nur die Reduktion des CO2-Ausstosses regle, sondern den Bürgern auch eine Möglichkeit gebe, bei der Umsetzung des Abkommens mitzuwirken.
Andere Schätzungen gehen von einem noch grösseren Effekt des Klimawandels auf die Menschheit aus. Die Rede ist von 200 Millionen Menschen, die wegen des steigenden Meeresspiegels, wegen Dürren, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen vertrieben werden könnten.
swissinfo.ch und Agenturen
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