Konsumentenstimmung so gut wie Ende der 80er Jahre
Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich im Laufe des Jahres 2000 weiter verbessert. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) war das Vertrauen der Privatkonsumenten zum letzten Mal Ende der 80-er Jahre so gut.
Laut der vom seco quartalsweise durchgeführten Umfrage bei rund 1100 Haushalten hat sich der Konsumentenstimmungsindex im April um einen Punkt auf 19 Punkte verbessert. Das letzte Mal hatte der Index im Jahr 1989 ein ähnlich hohes Niveau erreicht, wie aus einer Grafik der seco hervorgeht.
Vor knapp einem Jahr hatte sich das Stimmungsbarometer noch um den Nullpunkt bewegt. Während des grössten Teils der 90-er Jahre notierte das Barometer im negativen Bereich. Den Tiefstpunkt erreicht der Index Ende 1992, als er unter der Marke von Minus 50
Punkten lag.
Sämtliche Indikatoren im Plus
Bei den drei Teilindizes, aus denen der Index berechnet wird, stellten sich laut dem seco kaum Änderungen ein. Die Einschätzung der Entwicklung der Wirtschaftslage inden vergangenen zwölf Monaten verbesserte sich von Plus 34 Punkten im Januar 2000 auf Plus 42 Punkte im April.
Mininm weniger günstig bewerteten die Konsumenten die vergangene und die erwartete finanzielle Lage ihres Haushalts. Die übrigen Indikatoren, die nicht in den Index einfliessen, bestätigten die günstige Konsumentenstimmung ebenfalls, heisst es weiter in der seco-Mitteilung von Freitag (12.05.).
Sicherheit des Arbeitsplatzes besser beurteilt
Die Haushalte schätzten die weitere Wirtschaftsentwicklung erneut optimistisch und bestätigten damit ihrerseits die jüngsten positiven Prognosen der Wirtschaftsinstitute, die für die Schweiz für das Jahr 2000 ein Wirtschaftswachstum von bis zu 3 Prozent prognostizieren. Der Index erreicht Plus 39 Punkte nach Plus 37 im Januar.
Die Sicherheit der Arbeitsplätze beurteilten die Konsumenten mit Minus 31 Punkten leicht höher als noch vor drei Monaten. Vor zwei Jahren hatte dieser Indexwert noch bei Minus 122 Punkten gelegen. In der Schweiz sank die Arbeitslosenquote im April auf ein Achtjahres-Tief von 2,1 Prozent.
Die Möglichkeit sparen zu können, wurde gleich eingeschätzt wie in der Vorerhebung mit Plus 49 Punkten. Den Zeitpunkt für grössere Anschaffungen erachteteten die Haushalte mit Minus vier Punkten als leicht weniger günstig als im Januar, als dieser Wert auf Plus fünf Punkte zu stehen kam. Nach Ansicht der Konsumenten dürften die Preise minim weniger stark steigen.
swissinfo und Agenturen
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