Lastwagenfahrerblockade an der französischen Grenze: Behinderungen auch in der Schweiz
Französische Spediteure haben ab Montagmorgen (10.01.) zahlreiche Grenzübergänge in die Nachbarländer für den Schwerverkehr blockiert. Die Aktion führte auch in der Schweiz zu Behinderungen, vor allem in Basel.
Französische Spediteure haben ab Montagmorgen (10.01.) zahlreiche Grenzübergänge in die Nachbarländer für den Schwerverkehr blockiert. Die Aktion führte auch in der Schweiz zu Behinderungen, vor allem in Basel. Mit den Blockaden protestieren die französischen Spediteure gegen die Einführung der 35-Stundenwoche für Lastwagenfahrer.
An den Grenzübergängen nach Deutschland, der Schweiz, Italien, Belgien und Spanien bildeten sich Lastwagenstaus. Auch auf der Autobahn zwischen Basel und Frankreich stauten sich die Camions zeitweise.
Lastwagen, die versuchen auf Quartierstrassen nach Frankreich zu gelangen, wurden von der Basler Polizei abgefangen und zurückgeschickt. Alle Grenzübergänge seien zu – ein Durchkommen gebe es nicht, teilte die Basler Polizei mit. Obwohl die Grenze nur für Lastwagen gesperrt war, führten die Protestmassnahmen auch für Personenwagen zu erheblichen Verzögerungen.
In der Region Genf waren am Montag zwei Grenzübergänge blockiert. Neben Saint-Julien-en-Genevois war auch Bardonnex für den Lastwagenverkehr geschlossen. Da die beiden Übergänge leicht zu umfahren sind, wurden keine nennenswerten Staus gemeldet.
Die französischen Speditionsverbände sind der Ansicht, dass die von der Pariser Regierung verordneten Arbeitszeitbeschränkungen ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Konkurrenten innerhalb der Europäischen Union erheblich einschränkt. Die französischen Fernfahrer-Gewerkschaften drohen ihrerseits mit Kampfmassnahmen und fordern über das Regierungsdekret hinausgehende Arbeitszeitverkürzungen.
SRI und Agenturen
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