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Mehr Ausgaben im Tourismus

Die Schweizerinnen und Schweizer haben letztes Jahr über 10 Mrd. Franken für Auslandreisen ausgegeben. Aber auch den ausländischen Gästen in der Schweiz sass das Portemonnaie lockerer in der Tasche. Sie gaben hier 11,7 Mrd. Franken aus.

Die Ausgaben der Schweizer Reisenden im Ausland sind gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen und beliefen sich auf insgesamt 10,4 Mrd. Franken. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 484 Mio. Franken oder 4,9 Prozent. Dabei entfielen 8,9 Mrd. Franken auf den Reiseverkehr mit Übernachtungen (plus 5,5 Prozent).

Diese Steigerung bei Ferien-, Geschäfts- und Kurzaufenthalten im Ausland ist nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Freitag (18.08.) vor allem auf die Logiernächtezahl zurückzuführen. Zugenommen haben aber auch die Tagesreisen in die benachbarten Länder, wobei sich die Ausgaben auf 1,1 Mrd. Franken (plus 1,8 Prozent) beliefen.

Positivsaldo 1,4 Mrd. Franken

Den Ausgaben der Schweizer Reisenden im Ausland standen 11,7 Mrd. Franken für Ferien der ausländischen Gäste in der Schweiz gegenüber, 135 Mio. Franken oder 1,2 Prozent mehr als 1998. Daraus resultiert ein Positivsaldo von 1,4 Mrd. Franken.

Mit einem Anteil von 71 Prozent stellte Reiseverkehr mit Übernachtungen die grösste Einnahmequelle dar. Dabei gaben die ausländischen Gäste in der Hotellerie und in der Parahotellerie für Übernachtung, Verpflegung und Nebenausgaben insgesamt 6,8 Mrd. Franken aus (plus 1,7 Prozent).

Die Einnahmen aus dem Tages- und Transitverkehr beliefen sich auf 2,3 Mrd. Franken. Dies sind 66 Mio. Franken oder 2,9 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Obwohl die Besucherzahlen im Tagestourismus stagnierten, konnte laut BFS dank der Preiserhöhungen beim Treibstoff sowie der in Restaurants und Cafes konsumierten Mahlzeiten dieses gesamthaft positive Resultat erreicht werden. Der übrige Fremdenverkehr, darunter das Duty-free-Geschäft, verlief mit 341 Mio. Franken stark rückläufig (minus 17 Prozent).

Die Einnahmen aus Aufenthalten von ausländischen Studierenden in der Schweiz betrugen im vergangenen Jahr 591 Mio. Franken (plus 3,2 Prozent). Drei Fünftel der Einnahmen stammten dabei von Schülerinnen und Schülern an Privatinstituten. Für Kur- und Spitalaufenthalte beanspruchten ausländische Patienten Leistungen in der Höhe von 908 Mio. Franken (plus 0,6 Prozent).

Ferienwohnungen weniger frequentiert

Die Ausgaben der Schweizerinnen und Schweizer im eigenen Land, die von der Zahlungsbilanz ausgeklammert sind, beliefen sich im Berichtsjahr auf 9,4 Milliarden Franken, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Logiernächte von Schweizern und Ausländern insgesamt ging auf 67,8 Millionen (minus 0,7 Prozent) zurück. Dieser negative Abschluss dürfte laut BFS zu einem grossen Teil auf die Lawinenkatastrophen und Überschwemmungen zurückzuführen sein.

Dabei beeinträchtigten die extremen Wetterverhältnisse insbesondere die ausländischen Buchungen (minus 1,2 Prozent), während die Logiernächtezahl der inländischen Kundschaft praktisch gleich blieb. Ausser auf Zelt- und Wohnwagenplätzen (plus 0,2 Prozent) verlief die Nachfrage der ausländischen Touristen in allen Beherbergungsstätten negativ.

Herr und Frau Schweizer übernachteten dagegen deutlich mehr in Hotel- und Kurbetrieben (plus drei Prozent) sowie in Jugendherbergen (plus elf Prozent). Im Gegensatz dazu wurden gemäss Hochrechnungen die Ferienwohnungen und -häuser (minus 3,9 Prozent) weniger frequentiert.

Während sich der in Hotel- und Kurbetrieben seit 1997 beobachtete Aufwärtstrend mit plus 0,8 Prozent fortsetzte, verlief die Nachfrage in der Parahotellerie mit minus 2,0 Prozent auch insgesamt rückläufig.

swissinfo und Agenturen

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