Mehr Wein verkauft – der Schweizer Rote legt zu
Pro Kopf sind in der Schweiz von Anfang Juli 1999 bis Ende Juni 2000 gut 40 Liter Wein verkauft worden. Der Absatz nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. auf 297,2 Mio. Liter zu, wobei vor allem der Schweizer Rote gut abschnitt.
Der Verkauf von Schweizer Wein stieg laut Mitteilung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) vom Dienstag (05.09.) um 2,6 auf 125 Mio. Liter oder einen Anteil am geamten Weinkonsum von 42 Prozent an. Beim einheimischen Rotwein war ein Zuwachs um 1,7 auf 59,2 Mio. zu verzeichnen, beim Weisswein stieg der Absatz um 0,9 auf 65,8 Mio. Liter.
Rückschlag für Walliser Weisswein
Mit einer Ausnahme erfreuten sich die Weine aus allen Kantonen und Regionen einer steigenden Nachfrage. Nur der Walliser Weisswein wurde in geringeren Mengen abgesetzt, nachdem er im Vorjahr ausserordentlich gut gelaufen war. Laut BLW waren im übrigen die Preise weiterhin sehr tief und die Erträge unterdurchschnittlich. Der Absatz ausländischer Weine verringerte sich um 1,3 auf 172,2 Mio. Liter.
Ende Juni lagerten in der Schweiz 214,8 Mio. Liter Wein. Das waren 5,1 Mio. Liter mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg der Lagerbestände an einheimischem Wein ist auf die überdurchschnittlich reiche Ernte 1999 zurückzuführen. Die 56,2 Mio. Liter Rotwein und die 64,8 Mio. Liter Weisswein decken einen Konsum von gut elf bzw. knapp zwölf Monaten, was laut BLW einer annähernd ausgeglichenen Marktlage entspricht.
Rote Sorten auf dem Vormarsch
In der Schweiz sind etwas mehr als 15’000 Hektaren Boden mit Reben bepflanzt, knapp 8’000 mit roten und gut 7’000 mit weissen Sorten. Seit Mitte der achtziger Jahre werden zunehmend weisse Rebsorten durch rote ersetzt. Mit rund 5’300 Hektaren ist das Wallis der grösste Rebbaukanton vor der Waadt mit 3’900 und Genf mit 1’400 Hektaren.
swissinfo und Agenturen
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