Millennium: Die Schweizerinnen und Schweizer lassen zum Jahreswechsel die Korken knallen…
Auf den Jahrtausendwechsel hin fliessen Champagner und ähnliche Schaumweine gemäss Zollverwaltung wie noch nie zuvor in die Schweiz. Bis Ende Jahr dürften rund 12,5 Millionen Liter oder drei Flaschen pro Person über 20 in die Schweiz importiert werden.
Auf den Jahrtausendwechsel hin fliessen Champagner und ähnliche Schaumweine gemäss Zollverwaltung wie noch nie zuvor in die Schweiz. Bis Ende November wurden 11,5 Millionen Liter importiert, deutlich mehr als im ganzen Vorjahr. Bis Ende Jahr wird mit 12,5 Millionen Litern oder drei Flaschen pro Person über 20 gerechnet.
Von Januar bis November flossen gemäss der Mitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung vom Mittwoch 11,481 Millionen Liter im Wert von 188,6 Millionen Franken ins Land. Letztes Jahr waren es gesamthaft 10,709 Millionen Liter im Wert 165,7 Millionen Franken. Die mengenmässige Steigerung von bisher 29 Prozent ist umso erstaunlicher, als bereits das letzte Jahr von einem 15-prozentigen Einfuhranstieg gekennzeichnet war. 1988 wurden erst 9,3 Millionen Liter importiert; 1992 sank die Einfuhr auf 8,2 Millionen Liter.
Mit einem Anteil von 57 Prozent an der Menge und 84 Prozent am Wert ist Frankreich Hauptlieferant; zum grössten Teil handelt es sich um Champagner. Der Marktanteil französischer Erzeugnisse ist laut Zoll aber tendenziell rückläufig.
Vermehrt gefragt sind gemäss Zolldirektion spanische und italienische Perlweine des unteren Preissegmentes. In der Tat betrage der durchschnittliche Preis pro Liter Schaumwein aus Frankreich 24 Franken, verglichen mit sechs Franken für Produkte aus Spanien und Italien.
Heute stammt je eine von fünf Flaschen aus Spanien und Italien; vor zehn Jahren waren es im Fall Spanien eine von zehn und im Fall Italien nur eine von dreissig. Im gleichen Zeitraum halbierten sich die Einfuhren aus Deutschland. Noch nicht durchsetzen konnten sich Schaumweine aus Australien und den USA.
SRI und Agenturen
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