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Nestlé gewinnt Kondensmilch-Streit in Senegal

Nestlé kann mit dem Urteil von Dakar zufrieden sein. Keystone

Nestlé hat einen Rechtsstreit um Kondensmilch gegen die senegalesische Konsumenten-Organisation Ascosen gewonnen. Ascosen wurde wegen Verleumdung und Verbreitung unwahrer Informationen zu einer Busse von umgerechnet 12'000 Franken verurteilt.

Zudem verurteilte das Gericht in Dakar Ascosen-Präsident Momar Ndao zu einer bedingten Freiheitsstrafe von drei Monaten. Ascosen hatte Nestlé-Senegal im vergangenen Juni beschuldigt, Kondensmilch zu verkaufen, welche die Gesundheit gefährden könne.

Laut Ascosen wiesen entnommene Proben einen Anteil von krankheitserregenden Bakterien auf, der den erlaubten Höchstwert um das 55-fache überstieg. Die Konsumenten-Organisation hatte die Bevölkerung parallel dazu zu einem Boykott der Nestlé-Produkte aufgerufen.

Das Gericht verpflichtete Ascosen gleichzeitig, das Urteil auf eigene Kosten in mehreren senegalesischen Zeitungen zu veröffentlichen.

Ascosen will Berufung einlegen

Die Direktion von Nestlé Senegal zeigte sich erfreut über das Urteil. «Uns geht es vor allem darum, dass diese Leute mit ungerechtfertigten Anschuldigungen den Investoren und Arbeitgebern keinen Schaden mehr zufügen können», sagte François Mauduit, Direktor von Nestlé Senegal.

Ascosen hat unterdessen angekündigt, dass sie gegen das Urteil Berufung einlegen werde. Ascosen-Präsident Momar Ndao beharrt denn auch auf den von der Konsumenten-Organisation gemachten Aussagen: «Wir verstehen das Urteil nicht. Alles, was wir gesagt und geschrieben haben, basiert auf konkreten Untersuchungs-Ergebnissen. Wir haben keine aus der Luft gegriffenen Vorwürfe erhoben.»

swissinfo und Agenturen

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