OECD empfiehlt der Schweiz mehr Wettbewerb
Die Schweiz sollte weitere Wettbewerbshürden abbauen. Dies rät die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Zudem müsse der berufliche Wiedereinstieg von Müttern erleichtert werden.
Das beschränkte Angebot an vorschulischer Betreuung von Kindern erschwere es nach wie vor, in der Schweiz Berufstätigkeit und Mutterschaft zu verbinden, erklärte die OECD in ihrem Bericht «Going for Growth».
Die Organisation empfiehlt im weiteren, Ehegatten künftig individuell zu besteuern. Die gemeinsame Besteuerung halte die Frauen wegen der steuerlichen Nachteile davon ab, nach der Geburt eines Kindes wieder Vollzeit zu arbeiten.
Zudem seien die Konsumentenpreise wegen Handelshindernissen in der Landwirtschaft im Vergleich zu den Weltmarkt-Preisen relativ hoch. Die OECD schlägt vor, die Zölle für landwirtschaftliche Produkte zu senken.
Subventionen, die an die Produktion gekoppelt seien, sollten vermehrt durch direkte Einkommenshilfen ersetzt werden.
Bei Telekommunikation, Elektrizität und Post plädiert die Organisation dafür, die staatlich geschützten Bereiche zu privatisieren.
Um die schlimmste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten zu bekämpfen, empfiehlt die OECD den Regierungen generell mehr Wettbewerb, weniger Steuern und schnelle Investitionen in Bildung und Infrastruktur.
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