Ölunfall im Basler Rheinhafen: Ursache noch unklar
Die mehreren tausend Liter Öl, die am Freitag (26.05.) bei einem Unfall im Basler Hafen in den Rhein gelaufen sind, konnten bis noch nicht gebunden werden. Die starke Strömung riss das Öl mit sich. Die genaue Unfallursache ist noch immer unklar.
Der Unfall ereignete sich, als die Ladung eines holländischen Tankers an Land gepumpt wurde. Als ein anderes Schiff vorbeifuhr, riss ein Stahlseil und der Tanker verschob sich um mehrere Meter, so dass das Tankrohr riss. Dabei floss das Heizöl in den Rhein. Die genaue Menge war auch am Samstag noch nicht bekannt.
Die Bemühungen der Ölwehr, das Öl zu binden, misslangen wegen der derzeit starken Strömung – der Rhein führt Schneeschmelzwasser. Immerhin bringt der Wasserstand auch eine raschere Verdünnung des Öls. Wie weit rheinabwärts Gefahr drohte, war zunächst nicht zu erfahren.
Bereits unmittelbar nach dem Unfall am Freitagnachmittag hatte das baselstädtische Amt für Umweltschutz und Energie internationalen Rheinalarm ausgelöst. Auch in unterhalb gelegenen Gebieten dürfte das Öl kaum zu binden sein; immerhin könnte man so beispielsweise rechtzeitig Altrheinzuläufe zeitweise schliessen.
Die genaue Unfallursache wird durch die Rheinschifffahrtsdirektion mit Sitz in Basel weiter abgeklärt. Erste Ergebnisse dürften am Montag (29.05.) vorliegen.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch