OPEC-Entscheid: Schweizerische Erdöl-Vereinigung erwartet keine fundamentale Änderung
Die von neun OPEC-Staaten angekündigte Erhöhung der Rohölfördermengen dürfte die aktuelle Hochpreislage kaum wesentlich beinflussen. Die Erdöl-Vereinigung erklärte am Mittwoch (29.03.), ein Preiseinbruch sei kurzfristig nicht sehr wahrscheinlich.
Die von neun OPEC-Staaten angekündigte Erhöhung der Rohölfördermengen dürfte die aktuelle Hochpreislage kaum wesentlich beinflussen. Zu dieser Einschätzung gelangte die Erdöl-Vereinigung am Mittwoch (29.03.). Ein Preiseinbruch sei kurzfristig kaum zu erwarten.
Geschäftsführer Rolf Hartl wies darauf hin, dass der Rohölpreis mit derzeit 25 Dollar pro Barrel in der Mitte der geplanten Spanne von 22 bis 28 Dollar liege. Mit diesem Preis sei bereits eine gewisse Mehrförderung vorweggenommen worden. Es sei deshalb fraglich, ob die jetzigen Beschlüsse der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) zu einem Preiseinbruch führten.
Beim Benzin kommt laut Hartl als Sonderfaktor hinzu, dass die Bestände vor allem in den Vereinigten Staaten ausgesprochen tief sind und sich nun innert Wochen, wenn nicht Monaten einpendeln müssen. Der Nachfrageüberhang werde also trotz gewisser Konzessionen anhalten.
Hartl erinnerte daran, dass die OPEC in den letzten zwölf Monaten eine wahre Erfolgsstory hinter sich habe. Er sehe keinen Grund, warum sie von diesem Rezept abweichen sollte. Die OPEC hatte 1998 und 1999 eine Verringerung der Fördermengen beschlossen. Die Erdölpreise verdreifachten sich darauf innert Jahresfrist auf 34,37 Dollar pro Barrel.
swissinfo und Agenturen
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