Produzenten- und Importpreise auch im Mai gestiegen
Die Produzenten- und Importpreise in der Schweiz sind im Mai erneut kräftig gestiegen. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Dienstag (20.06.) erhöhte sich der Gesamtindex im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent.
Wie schon in den vergangenen Monaten kamen die Teuerungsimpulse vor allem aus dem Ausland (plus 0,8 Prozent), während die Preise der Inlandprodukte nur leicht stiegen (plus 0,1 Prozent).
Die gesamte Jahresteuerung auf Produzenten- und Importstufe betrug im Mai 3,0 Prozent und lag damit über dem Wert vom April mit 2,8 Prozent. Dabei stiegen die Preise der Importprodukte auch innert Jahresfrist wesentlich stärker (plus 6,7 Prozent) als jene der Inlandprodukte (plus 1,4 Prozent).
Inlandprodukte: Beschleunigte Jahresteuerung
Die Jahresteuerung der Inlandprodukte hat sich im vergangenen halben Jahr kontinuierlich beschleunigt, nachdem sie 1999 noch in den meisten Monaten negativ war. Der Produzentenpreisindex zeigt die Entwicklung der Ab-Werk-Preise für die im Inland hergestellten Produkte. Dienstleistungen sind darin nicht berücksichtigt.
Preissteigerungen gegenüber dem Vormonat verzeichneten Tabakwaren, Textilien, Lederwaren und Reiseartikel, Papier, Papierprodukte und Druckereierzeugnisse. Teurer wurden auch Düngemittel, ungeformte Kunststoffe, Lacke und Farben, pharmazeutische Produkte, Kunststoffprodukte, Glas, Metalle und Metallhalbzeug sowie Uhren.
Tiefere Preise zeigten insbesondere Schlachttiere, Fleisch, Eier, Rohmilch und Ziegeleiprodukte.
Importpreise: Teurere Erdölprodukte
Der Importpreisindex zeigte im Mai gegenüber dem Vormonat eine Erhöhung um 0,8 Prozent. Den starken Indexanstieg dieses Monats führt das BFS vor allem auf Preiserhöhungen bei den Erdöl-, Metall-
und Papierprodukten zurück.
Der Importpreisindex wird ergänzend zum Produzentenpreisindex erhoben und zeigt die Entwicklung der Ab-Zoll-Preise für ausgewählte importierte Produkte.
Die folgenden Produktgruppen zeigten Preiserhöhungen gegenüber dem Vormonat: Kakao, Rohbaumwolle, Garne, Leder, Lederprodukte, Papier und Papierrohstoffe, Mineralölprodukte, Kunststoffprodukte, Glas, Metalle und Metallhalbzeug. Preissenkungen verzeichnete das BFS vor allem für Kaffee, Eier und Keramikplatten.
swissinfo und Agenturen
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