The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

SBB und Post: Mit Halbjahres-Ergebnissen unzufrieden

SBB und Post: Zurzeit nicht mit Volldampf voraus. SBB

Die beiden früheren Bundes-Betriebe SBB und Post haben im ersten Halbjahr ihre Gewinne gesteigert. Bei den SBB ist die massive Zunahme dem Verkauf von Anteilen an Sunrise zu verdanken. Die Post ist noch nicht zufrieden, weil die strategischen Ziele nicht erreicht wurden.

117 Mio. Franken haben die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) als einmaligen Gewinn durch den Verkauf von 50% ihrer Sunrise-Anteile eingestrichen. Damit hat sich der Gewinn im Vorjahresvergleich um fast 150% auf knapp 200 Mio. Franken erhöht.

Das Betriebsergebnis hingegen hat sich wegen der um 40 Mio. Franken tieferen Zuwendungen des Bundes und dem Ausbau der Leistungen um 10% auf 158,9 Mio. Franken verringert.

Der Betriebsertrag wurde um 1,3% auf 2,944 Mrd. Franken gesteigert. Sowohl im Personal- wie auch im Gütertransport nahm der Verkehr zu. Die Mitfinanzierung der öffentlichen Hand für den Regional- und Kombiverkehr belief sich auf rund 930 Mio. Franken.

Für das ganze Jahr rechnen die SBB mit einem leicht höheren Ergebnis als im Vorjahr (146 Mio. Franken).

Gewerkschaft fordert mehr Lohn

Der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband (SEV) wertet das Ergebnis als positives Signal für die Lohn-Verhandlungen und fordert den Ausgleich der rückständigen Teuerung von 2% sowie 3% Reallohn-Erhöhung.

Post rechnet fürs ganze Jahr mit leichtem Gewinn

Die Post hat ihren Gewinn zwar im ersten Halbjahr um 6 auf 101 Mio. Franken gesteigert, ist aber noch nicht zufrieden. Die angestrebten Ziele wie eine branchenübliche Umsatzrendite, die Steigerung des Unternehmens-Wertes sowie ein angemessener Selbstfinanzierungs-Grad seien noch nicht in Reichweite. Für das ganze Jahr rechnet die Post mit einem Gewinn, der leicht über den 118 Mio. Franken des Vorjahres liegt.

Der Umsatz der Post erhöhte sich im Vorjahres-Vergleich um 5% auf 3,1 Mrd. Franken. Dazu beigetragen haben die Postfinance sowie die Paketpost.

Wegen der Preiserhöhung und der Konkurrenz wurden aber fast 10% weniger «Päckli» befördert. Der Personalbestand reduzierte sich im Berichtshalbjahr um 275 auf 43’928 Vollzeitstellen.

Für die Post werden in diesem Jahr wichtige Weichen gestellt. So wird noch im Herbst der Entscheid über den Ausbau der Postfinance durch den Bundesrat erwartet. Noch nicht abgeschlossen ist der Poststellenumbau. Bisher wurden 101 der 3’300 Poststellen umgebaut.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft