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Schweiz erfreut über EU-Entscheid zu BSE-Tests

Ab 1. Januar 2001 sollen in der ganzen EU alle Risikotiere unter den Rindern - verendete oder notgeschlachtete Tiere -, die älter als 30 Monate sind, auf BSE getestet werden. Keystone

Die Schweizer Behörden sind über die jüngsten EU-Entscheide zu BSE-Schnelltests erfreut. Die Schweiz will die BSE-Tests aber nicht auf alle geschlachteten Kühe ausweiten, wie BVET-Direktor Ulrich Kihm am Dienstag (21.11.) sagte

«Mit dem Entscheid, alle verendeten und krankgeschlachteten Kühe auf BSE zu testen, passt sich die EU unserer Praxis an», sagte Kihm, Direktor des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) in einem Bericht von Radio DRS. Die Tests seien in der Schweiz ein wichtiges Mittel, um den Anteil BSE-kranker Tiere in der Population abzuschätzen.

Zum Schutz der Konsumenten ist laut Kihm die Entfernung aller Risikoorgane aus der Nahrungsmittelkette die wichtigste Massnahme. Eine Ausweitung von BSE-Schnelltests auf alle normalgeschlachteten Tiere, die älter als 30 Monate sind, sei deshalb in der Schweiz eigentlich kein Thema. Wenn die EU einen solchen Beschluss fasse, müsse aber darüber diskutiert werden.

Stichprobeweise werden in der Schweiz bereits heute jährlich 7’000 Kühe auf BSE getestet, deren Fleisch zum Verzehr bestimmt ist. In diesem Jahr wurden dabei noch keine BSE-infizierten Kühe gefunden.

Prionics erwartet eine Verdreifachung des Umsatzes

Erfreut über den EU-Entscheid zeigte sich auch Bruno Oesch von der Zürcher Firma Prionics, die 1998 als erstes Unternehmen einen einsatzfähigen BSE-Schnelltest auf den Markt brachte.

Insgesamt schätzt Oesch die Anzahl notgeschlachteter oder verendeter Kühe, die in der EU neu auf BSE getestet werden, auf rund eine halbe Million Tiere jährlich. Dazu könnten noch mal fünf bis sechs Mio. Rinder hinzukommen, wenn die Tests auch auf normalgeschlachtete Tiere ausgeweitet werden.

In den vergangenen beiden Jahren wurden mit dem Prionics-Test, der für rund 80 Franken verkauft wird, rund 100’000 Tiere untersucht. Mit dem EU-Entscheid dürfte sich der Umsatz von heute drei bis fünf Mio. Franken etwa verdreifachen.

swissinfo und Agenturen

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