Schweiz im Sog der Weltwirtschaft
Die Schweizer Wirtschaft wird auch im nächsten Jahr von der Weltwirtschaft mitgezogen. Zu diesem Schluss kommt der Wirtschafts-Dachverband economiesuisse in seiner Lagebeurteilung.
Für ein stabiles Wachstum müssten aber verschiedene Rahmenbedingungen gegeben sein. Besondere Anstrengungen seien vorab in der Finanzpolitik, im
Finanzausgleich, bei den Sozialwerken und im Ausbildungssystem notwendig, teilte der Wirtschafts-Dachverband mit. Gleichzeitig soll die Geldpolitik den pragmatischen, aber auf Stabilität ausgerichteten Kurs weiterführen.
Der Weg einer strikten Ausgabendisziplin und gleichzeitige Steuersenkungen müsse weitergeführt werden, schreibt economiesuisse zum Staatshaushalt. Das Ziel müsse eine Senkung der Staatsquote sein. Diese Politik soll von einer Schuldenbremse flankiert werden.
Aufgaben klar verteilen
Zudem brauche es eine klare Zuweisung von Aufgaben an Bund und Kantone, heisst es zum Finanzausgleich. Bei den sozialen Sicherungssystemen müsse die finanzielle Stabilität gewährleistet sein und die Abgabenbelastung begrenzt werden.
Das Ausbildungssystem müsse sich schneller an die Anforderungen der Arbeitswelt anpassen, hält die economiesuisse weiter fest. Das neue Berufsbildungsgesetz müsse rasch umgesetzt werden.
Konjunkturelle Normalisierung
Insgesamt ist die economiesuisse für die konjunkturelle Entwicklung im nächsten Jahr zuversichtlich. Alles in allem dürfte die Konjunktur in der Schweiz zwar etwas an Fahrt verlieren. Dabei handle es sich aber eher um eine Normalisierung als um einen Abschwung.
Für 2001 erwartet der Dachverband ein reales Wachstum zwischen 2,0 und 2,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote dürfte 1,9 Prozent und die durchschnittliche Teuerung 1,8 Prozent betragen. Für die Weltwirtschaft wird ein Wachstum von 4,0 Prozent erwartet.
Positive Impulse für Schweizer Wirtschaft
Davon wird auch die Schweizer Wirtschaft profitieren. Die schweizerischen Exporte werden nach Ansicht von economiesuisse weiterhin positive, wenn auch etwas weniger kräftige Impulse erhalten. Bedingung ist, dass es an der Währungsfront nicht zu Erschütterungen kommt, die zu einer übermässigen Aufwertung des Frankens führen.
swissinfo und Agenturen
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