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Schweizer Banken 1999 auf Erfolgskurs

Zürich Paradeplatz - Zentrum der Bankenwelt. Keystone

Die Schweizer Banken waren 1999 höchst erfolgreich. Der Jahresgewinn der 372 Banken erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf den neuen Rekordstand von 17,3 Mrd. Franken. Auch der Personalbestand nahm wieder zu.

Die Banken in der Schweiz haben 1999 einen neuen Rekordgewinn erzielt und erstmals seit zehn Jahren ihr Personal wieder etwas aufgestockt. Laut der am Mittwoch (07.06.) veröffentlichten Statistik der Nationalbank strafften die Banken gleichzeitig ihr Filialnetz weiter. Auf Kundendepots lagern Wertschriften für 3,5 Billionen Franken.

Die 372 von der Statistik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erfassten Banken wiesen 1999 einen kumulierten Jahresgewinn von 17,3 Mrd. Franken aus. Das entsprach einer Zunahme von 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und war fast dreimal so viel wie 1997. Beim Bruttogewinn machte die Zunahme 13,1 Prozent auf 26,3 Mrd. Franken aus.

Als glänzend stuft die Nationalbank im Vorabdruck zu ihrem Standardwerk «Die Banken in der Schweiz 1999» die Ergebnisse im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft ein. Im Handelsgeschäft schnellten die Erträge nach dem Einbruch im Vorjahr um 116,9 Prozent in die Höhe.

Bei Kommissionen und Dienstleistungen machte die Zunahme 8,7 Prozent aus. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich hingegen nur minim – laut SNB eine Folge des stärkeren Wettbewerbs und einer vorsichtigeren Kreditpolitik.

Auf der Aufwandseite fallen die um 26,5 Prozent auf 20,9 Mrd. Franken gestiegenen Personalkosten auf. Sie sind gemäss Nationalbank vor allem auf Lohnerhöhungen und Bonuszahlungen zurückzuführen. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste sanken demgegenüber um 28,3 Prozent auf 6,0 Mrd. Franken.

Wieder mehr Personal

Erstmals seit zehn Jahren bauten die Banken in der Schweiz ihren Personalbestand wieder aus, und zwar um 0,8 Prozent auf 119’597 Beschäftigte. Die Grossbanken setzten ihren Abbau aber fort und beschäftigten Ende 1999 noch knapp 60’000 Personen oder 2,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

«Bankensterben» verlangsamt

Die Strukturbereinigung im Bankgewerbe, die innerhalb von zehn Jahren zum Verschwinden von rund 250 Banken geführt hat, verlangsamte sich. Die Zahl der Banken ging um vier Institute auf 372 zurück. Nochmals deutlich gestrafft wurde aber das Filialnetz: Ende Jahr gab es noch 2’973 Niederlassungen; das waren 226 oder sieben Prozent weniger als Ende 1998. Allein die Grossbanken eliminierten über 100 Filialen und verfügen noch über deren 665.

Die kumulierte Bilanzsumme erhöhte sich 1999 um 9,0 Prozent auf 2,245 Billionen Franken. Offenbar als Folge der Konjunkturerholung nahm die Kreditvergabe an Kunden im Inland (ohne Hypothekarkredite) nach zehnjähriger Flaute wieder um 8,7 Prozent zu. Die ausstehenden Hypothekarforderungen stiegen um 2,3 Prozent auf 508 Mrd. Franken.

Ungebrochene Zugkraft für Vermögensverwaltungskunden

Die zum zweiten Mal veröffentlichten Angaben über die auf Kundendepots verwalteten Wertschriften machen deutlich, dass der Finanzplatz Schweiz seine Anziehungskraft für das Vermögensverwaltungsgeschäft gewahrt hat. Ende 1999 lagen auf diesen Depots Wertschriften im Wert von 3,522 Billionen Franken.

Das entsprach einer Zunahme von 18,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 1,880 Billionen Franken entfielen auf ausländische Kunden, 1,643 Billionen auf inländische Depotinhaber. Auch das nicht in den Bilanzen erscheinende Volumen des Treuhandgeschäfts legte nach der Flaute im Vorjahr wieder um knapp elf Prozent auf 367,4 Mrd. Franken zu.

swissinfo und Agenturen

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