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Schweizer Börse verhandelt über Kooperation

Antoinette Hunziker-Ebneter, Direktorin der Schweizer Börse SWX; Archivbild. Keystone

Die Schweizer Börse (SWX) hat am Dienstag (23.05.) bekanntgegeben, dass sie mit der Londoner Börse Tradepoint über die Errichtung einer gemeinsamen Handelsplattform verhandelt. Die SWX folgt damit dem Trend Richtung internationale Kooperation

Die europäische Börsenlandschaft in Bewegung

Im März hatten sich die Handelsplätze Paris, Brüssel und Amsterdam zum zweitgrössten Finanzplatz Europas namens Euronext zusammengeschlossen.

Anfang Mai erklärten die Börsen von London und Frankfurt, sie planten unter dem Namen iX die grösste europäische Handelsplattform, die auch weiteren Teilnehmern offen stehe.

Und nun gab also auch die bisher abseits gestandene SWX bekannt, sie stehe in Exklusivverhandlungen mit der privaten Londoner Elektronikbörse Tradepoint, einem alternativen Handelsplatz zur Londoner Börse.

Die Verhandlungsdauer wurde vorerst auf drei Monate angesetzt. Die Diskussionen werden laut SWX vollumfänglich von den Verwaltungsräten beider Unternehmen sowie von einem Konsortium führender internationaler Börsenmakler und Finanzdienstleister unterstützt, die mit 54 Prozent des Aktienkapitals an Tradepoint beteiligt sind. Unter ihnen befinden sich die Banken CSFB, UBS Warburg, Morgan Stanley Dean Witter, Merrill Lynch und die Deutsche Bank.

Clearingsystem als Pluspunkt

Eine Trumpfkarte der Schweizer Börse ist ihr vollautomatisiertes Clearingsystem der Clearingstelle Sega Intersettle (SIS). «In der elektronischen Verarbeitung der Börsengeschäfte sind wir Weltmeister», sagte Börsensprecher Leo Hug.

Ein weiterer Vorteil sei die Mehrwährungsfähigkeit der Schweizer Börse. An der SWX kann in Franken, Euro und Dollar gehandelt werden, das britische Pfund könne problemlos dazu genommen werden.

SWX und Tradepoint planen eine Handelsplattform für gewichtige europäischen Titel, die so genannten Blue Chips. Den Verhandlungen sind Gespräche mit allfälligen Kunden vorausgegangen.

«Wir wollten abklären, welche Bedürfnisse an eine neue Handelsplattform gestellt werden», sagte Hug. Tradepoint wurde als möglicher Partner gewählt, weil das Unternehmen in London tätig ist, dem Zentrum des Blue-Chips-Handels.

Werden die Verhandlungen erfolgreich beendet, soll die neue Handelsplattform möglichst rasch realisiert werden. Der Faktor Zeit entscheidet laut Hug neben der Qualität des Systems über den Erfolg.

swissinfo und Agenturen

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