Schweizer Jazzmuseum am definitiven Standort eröffnet
In Uster (ZH) ist am Freitag (26.05.) das neue Schweizer Jazzmuseum "swissjazzorama" feierlich eröffnet worden. Für den Betrieb des Museums zeichnet der Trägerverein "Pro Jazz Schweiz" verantwortlich.
Mit der Eröffnung des Jazzmuseums im frisch renovierten «Musik-Container» kann das «swissjazzorama» den regulären Betrieb aufnehmen. Christoph Degen, Präsident des Trägervereines «Pro Jazz Schweiz», zeigte sich am Freitag erfreut darüber, das Museum nach Jahren der Provisorien und Umzüge endlich an einem definitiven Standort zu wissen.
Die Geschichte des Schweizer Jazzmuseums geht ins Jahr 1989 zurück, als einige Sammler in Rheinfelden ein Archiv einrichteten. 1992 wurde das erste Museum in Arlesheim eröffnet, dessen Mietvertrag aber bereits 1996 gekündigt wurde. Nach kurzer Zwischenlagerung an der Jazzschule Basel zog das Archiv 1997 in ein Provisorium nach Uster.
Jazz als Erlebniswelt
Das Jazzarchiv umfasst einen stetig wachsenden Fundus mit mehreren zehntausend Dokumenten zur Geschichte des Jazz in der Schweiz: Schellackplatten und Tonbänder, LPs und CDs, aber auch Plakate und Bücher, Fotos und Videos.
Dieses enorme Sammelgut – bis heute von Mitgliedern des Trägervereins «Pro Jazz Schweiz» zusammengetragen – wird im 140 Quadratmeter grossen Museum nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Geplant sind thematische Ausstellungen, Referate, Führungen und Konzerte. Am Freitag wurden die beiden ersten Ausstellungen – «Jazz in der Schweiz» und «Jazz in Willisau, Plakate von Niklaus Troxler» – eröffnet.
Ehrenamtliche Betriebscrew
Das «swissjazzorama» mit Archiv und Museum wird von einer ehrenamtlich arbeitenden Crew aus zumeist pensionierten Jazzenthusiasten betrieben.
Finanziell unterstützt wird die Institution von der Stadt Uster (Verzicht auf Mieteinnahmen), dem Kanton Zürich (400’000 Franken Starthilfebeitrag aus dem Lotteriefonds), der Grossbank Credit Suisse sowie privaten Gönnern.
Swissinfo und Agenturen
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