Sozialpartner im Baugewerbe einigen sich rasch über Lohnrunde
Die rasche Einigung der Sozialpartner des Baugewerbes in der diesjährigen Lohnrunde hat namentlich bei den Gewerkschaften Zufriedenheit ausgelöst. Bereits in der zweiten Verhandlungsrunde akzeptierten sie eine Lohnerhöhung um 200 Franken pro Monat.
Die zuständigen Gremien müssen noch zustimmen. Die Verhandlungspartner einigten sich am Mittwoch (20.09.) in der zweiten Verhandlungsrunde auf eine generelle Lohnerhöhung von 160 Franken plus individuelle Lohnerhöhungen um 40 Franken.
Gleichzeitig werden die Minimallöhne um 200 Franken oder um bis zu 5,6 Prozent angehoben, wie der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) sowie die Gewerkschaften GBI und Syna mitteilten. Insgesamt ergibt sich eine Erhöhung der Gesamtlohnsumme um 4,4 Prozent; dies werde Massstäbe für andere Branchen setzen, hiess es. Eine von den Baumeistern ursprünglich geforderte Verschärfung der Friedenspflicht wurde fallen gelassen.
Das Verhandlungsresultat muss noch von den zuständigen Gremien beider Seiten genehmigt werden. Die Berufskonferenzen der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) und der Syna tagen am kommenden 14. beziehungsweise 21. Oktober.
Letztes Jahr waren die Wogen bei den Lohnverhandlungen im Baugewerbe hoch gegangen. Nach monatelangem Lohnstreit hatten sich die Sozialpartner erst im vergangenen März – dank der Vermittlung von Wirtschaftsminister Pascal Couchepin – geeinigt. Unter anderem beschlossen sie die Fortführung des Landesmantelvertrags bis zum 31. März 2002.
swissinfo und Agenturen
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