The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Sunrise senkt Telefongebühren massiv

Sunrise senkt die Telefongebühren um bis zu 74 Prozent. Dies gilt für Gespräche in der Schweiz und in Europa. Ein Telefongespräch in der Schweiz kostet rückwirkend per 1. Januar noch maximal zehn Rappen pro Minute.

Die private Telefonanbieterin Sunrise verschärft den Preiskampf. Sie führt für Ferngespräche in die Nachbarstaaten den Zehn-Rappen-Tarif ein. Für den übrigen EU-Raum, die USA und Kanada werden 20 Rappen je Minute verlangt, wie Sunrise am Donnerstag (06.01) bekannt gab. Die Tarife sinken auch für Inland-Ferngespräche.

Die neuen Sunrise-Tarife werden zwei Jahre nach dem Start der Unternehmung rückwirkend auf Jahresbeginn eingeführt und gelten rund um die Uhr, wie es an einer Pressekonferenz in Zürich hiess. Im Vergleich zum Swisscom-Hochtarif liegt der neue Minutenpreis 74 Prozent tiefer; gegenüber dem Swisscom-Niedertarif beträgt die Einsparung 68 Prozent, wie Marketingdirektor Gert Rieder sagte. ImVergleich zu den andern privaten Anbietern sind die neuen Tarife in der Grössenordnung von 50 Prozent billiger.

Für Ferngespräche in der Schweiz senkt Sunrise den Minutentarif ebenfalls. Konzernchef Urs T. Fischer zeigte sich mit der bisherigen Entwicklung der Unternehmung äusserst zufrieden; konkrete Zahlen zum Geschäftsverlauf stellt er für später in Aussicht. Sunrise – eine Gemeinschaftsunternehmung der Schweizerischen Bundesbahnen und der Grossbank UBS mit Beteiligungen von Tele Danmark und BritishTelecom – habe im normalen Telefonbetrieb die Kundenzahl innert Jahresfrist auf 420’000 verdoppelt. 94,5 Prozent davon seien Privat-, der Rest Geschäftskunden mit insgesamt 850’000 Anschlüssen. National und international sei auf dem Sunrise-Netz während 1,8 Milliarden Minuten telefoniert worden. Auf 2,2 Milliarden Minuten kamen letztes Jahr die insgesamt 195’000 aktiven Internetkunden; der letztjährige Kundenzuwachs wurde mit 800 Prozent beziffert. In der Datenübermittlung gibt es laut Fischer mittlerweile 300 Geschäftskunden, so die Konzerne UBS, Credit Suisse First Boston, Novartis und Alcatel.

Für das angelaufene Jahr steckte sich Sunrise ehrgeizige Ziele. So wird laut Fischer im Mobilfunk-Bereich «sehr aggressiv ein Angebot geplant», das im zweiten Halbjahr 2000 auf den Markt kommen soll. Um dieses Ziel zu erreichen wird Sunrise laut Fischer «viel politischen Druck machen». Sunrise war bei der Vergabe der Mobilfunk-Konzessionen im Gegensatz zu Swisscom, Diax und Orange leer ausgegangen. Fischer schloss eine zweite Liberalisierungswelle nicht aus.

In den Bereichen Global Services, Wholesale Market sowie Internet und E-Business will Sunrise die Swisscom überflügeln und Nummer eins werden. Rang zwei wird bei den Inland-Datendiensten und im so genannten Residential Market anvisiert.

SRI und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft