Swisscom: Mehr Umsatz, weniger Betriebsgewinn
Tiefere Margen und der harte Konkurrenzkampf haben den Betriebsgewinn von Swisscom in den ersten neun Monaten dieses Jahres um einen Drittel schmelzen lassen. Umsatz und Reingewinn aber konnten gesteigert werden.
Nach den am Mittwoch (29.11.) von Swisscom veröffentlichten Zahlen musste der frühere Monopolist in der Telekommunikations-Branche einen empfindlichen Rückgang des operativen Ergebnisses hinnehmen. Der Betriebsgewinn ging verglichen mit der Vorjahresperiode um fast 33 Prozent auf knapp 1,6 Mia. Franken zurück.
Sowohl in der Festnetztelefonie als auch in der Mobilkommunikation führten unter anderem Tarifsenkungen zu einem deutlichen Rückgang der Margen. Gleichzeitig kämpft die Swisscom in der Festnetztelefonie mit Marktanteilverlusten im nationalen Fernbereich und im internationalen Geschäft.
Insgesamt steigerte die Swisscom den Umsatz bis Ende September um rund 2.8 Mrd. auf fast 10,5 Mia. Franken. Die Zunahme ist vor allem auf den Einbezug der deutschen Mobilfunk-Tochter debitel zurückzuführen. Für das ganze Jahr erwartet Swisscom einen markant höheren Umsatz als im Vorjahr.
Der Reingewinn stieg um rund 1,3 Mrd. auf fast 3 Mrd. Franken. Rund 1,7 Mio. Franken Gewinn entfielen auf die Veräusserung von Beteiligungen. Der Personalstand reduzierte sich um fast 1’500 Angestellte.
Wachsende Mobilkommunikation
Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg in diesem Jahr um rund 680’000 auf knapp drei Millionen. Der Swisscom-Marktanteil liegt bei 67 Prozent. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf rund 2,1 Mrd. Franken.
Laut Swisscom wird aber das Wachstum bei zunehmender Marktsättigung nicht im gleichen Ausmass anhalten. Der durchschnittliche Monatsumsatz eines Mobilkunden reduzierte sich im laufenden Jahr von 85 auf 73 Franken pro Monat. Steigend seien die Akquisitionskosten für Neukunden.
swissinfo und Agenturen
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