Swisscom:Milliarden in der Kriegskasse
Die Swisscom prüft Grossübernahmen im Ausland. "Die Kriegskasse ist mit 5 bis 10 Mrd. Franken gut gefüllt", sagte Swisscom-Chef Jens Alder in einem Interview mit der Zeitung "Finanz und Wirtschaft" vom Samstag (18.08.).
«Es gehört zu unseren Verpflichtungen, nach Wachstums-Möglichkeiten zu suchen», sagte Alder weiter. Da eine Expansion fast nur im Ausland möglich sei, stünden Akquisitionen im Vordergrund.
Hunderte Unternehmen geprüft
Laut Alder ist der Markt derzeit ein ausgeprägter Käufermarkt. Viele Unternehmen stünden zum Kauf. Eine Übernahme müsse jedoch strategisch Sinn machen, das Unternehmen gut geführt und der Preis vernünftig sein.
Die Swisscom hat nach Aussagen von Alder in den vergangenen zwei Jahren Hunderte von Unternehmen geprüft, mit der Ausnahme von Debitel jedoch kein geeignetes Objekt gefunden.
Aktienrückkauf versprochen
Falls die Suche nach Übernahme-Möglichkeiten erfolglos bliebe, würde man das Geld den Aktionären zurückgeben. Dann mache die Swisscom einen Aktienrückkauf. «So weit sind wir aber noch nicht», sagte Alder.
Die Swisscom verfüge über eine sehr starke Bilanz. «Wir sind einer der wenigen Telekomoperatoren, die netto schuldenfrei sind. Entsprechend gross ist unser finanzieller Spielraum für Akquisitionen».
swissinfo und Agenturen
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