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Trend zu längerer Ausbildung auch in der Schweiz

Studenten an der Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften (HSG) in St. Gallen; undatierte Aufnahme. Keystone

Schweizerinnen und Schweizer treten im Schnitt erst mit gut 21 Jahren ins Berufsleben ein. Ihre Ausbildung wird immer länger, obwohl die Bildungsausgaben stagnieren. Das zeigen die Bildungsindikatoren 2000 der OECD.

Das schweizerische Bildungssystem folgt laut den neuesten Indikatoren der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den gleichen Trends wie die Bildungssysteme anderer Industriestaaten. Die tertiäre Ausbildung wird immer wichtiger, und der Einstieg in den Berufsalltag verzögert sich.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte am Dienstag (16.05.) die jüngste Ausgabe des OECD-Berichts «Bildung auf einen Blick». Daran haben sich mit der Schweiz 45 Länder beteiligt.

Schweiz bezüglich Ausbildungsdauer im Mittelfeld

Die meisten Jugendlichen bilden sich nach der obligatorischen Schule noch mehrere Jahre weiter aus. Ein fünfjähriges Kind hatte im internationalen Schnitt 1990 15,1 Ausbildungsjahre vor sich. 1998 waren es bereits 16,4 Jahre.

Allerdings variiert die totale Ausbildungszeit zwischen einzelnen Ländern stark: In der Türkei etwa liegt sie bei 9,7 Jahren; in Australien bei 20 Jahren. In der Schweiz beträgt sie durchschnittlich 16,2 Jahre.

Stagnation bei den Bildungsausgaben in der Schweiz

Im Zuge des Ausbaus des Bildungssystems sind in den meisten Ländern die Bildungsausgaben gestiegen, nicht aber in der Schweiz. Zwar hat auch die Schweiz 1997 mehr für Bildung ausgegeben als 1990, nämlich 5,4 Prozent des Bruttosozialproduktes (OECD-Mittel 5,1 Prozent). Doch stagniert der Anteil seit 1992.

swissinfo und Agenturen

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