UBS mit Rekordgewinn im ersten Quartal
Der Schweizer Grossbankenkonzern UBS rentiert. Der Reingewinn des ersten Quartals 2000 schnellte um 41 Prozent auf 2,216 Mrd. Franken, wie der Konzern am Donnerstag (25.05.) mitteilte. Auch für das ganze Jahr herrscht bei der UBS Zuversicht.
Eigenmittelrendite von über 33 Prozent
Der UBS-Quartalsgewinn stieg im Vorjahresvergleich gemäss Mitteilung sogar um 50 Prozent, werden die im Vorjahr vorgenommenen Desinvestitionen berücksichtigt. Der Erfolgskurs wird noch dadurch unterstrichen, dass die annualisierte Eigenmittelrendite vor Goodwill und Veräusserungen gegenüber dem ersten Quartal 1999 um elf Prozentpunkte auf 33,2 Prozent stieg. Anvisiert werden 15 bis 20 Prozent.
Die Bank sprach von einem ausgezeichneten Ergebnis und gab sich zuversichtlich, auch in den kommenden Quartalen ein gutes Ergebnis zu erzielen, sofern sich die Marktverhältnisse nicht verändern. Der Gewinnausweis für das erste Quartal übertrifft die Erwartungen der Analysten.
Die von der UBS verwalteten Vermögen erhöhten sich um 23 Mrd. auf 1,767 Billionen Franken. Dabei stand einer Zunahme im privaten Vermögensverwaltungsgeschäft ein Rückgang bei den Vermögen der institutionellen Anleger gegenüber.
Weniger Personal
Der Personalbestand der UBS ging in der Berichtsperiode um 901 auf 48’157 Beschäftigte zurück, vor allem wegen fusionsbedingten Stellenabbaus. Von den 7,3 Mrd. Franken, die im Zusammenhang mit der Fusion der Schweizerischen Bankgesellschaft und des Schweizerischen Bankvereins zurückgestellt worden waren, wurden bisher 5,989 Mrd. Franken verwendet.
Im ersten Quartal 2000 wurden 118 Mio. Franken für Personalmassnahmen, Immobilienaufwendungen und Informatik-Integration gebraucht.
37 Prozent mehr Ertrag
Der gesamte Geschäftsertrag stieg um 37 Prozent auf 9,357 Mrd. Franken. Der Erfolg im Zinsengeschäft schnellte um 52 Prozent auf 2,089 Mrd. Franken. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken wurden von 320 Mio. vor Jahresfrist auf 125 Mio. Franken gesenkt; dies widerspiegle das allgemein bessere wirtschaftliche Umfeld, teilte die UBS mit. Der Wert notleidender Kredite betrug 12,7 Mrd. Franken, verglichen mit 13,1 Mrd. Franken Ende 1999.
Der Erfolg des Handels- und Dienstleistungsgeschäfts stieg gegenüber dem ersten Quartal 1999 um 38 Prozent auf 4,079 Mrd. Franken, jener des Handelsgeschäfts um 28 Prozent auf 2,978 Mrd. Franken.
Gesamtaufwand steigt um 34 Prozent
Der Gesamtaufwand war mit 6,449 Mrd. Franken 34 Prozent höher. Vor allem wegen Bonuszahlungen wuchs der Personalaufwand um 37 Prozent auf 4,522 Mrd. Franken. Der Sachaufwand stieg um 25 Prozent auf 1,431 Mrd. Franken; im vierten Quartal 1999 war er noch 19 Prozent höher, unter anderem wegen Rückstellungen von 154 Mio. Franken für den aussergerichtlichen Vergleich mit US-Sammelklägern und weiteren 300 Mio. Franken für Restrukturierungen.
Alle Konzerngruppen erfolgreich
Die drei Konzerngruppen waren erfolgreich. UBS Schweiz mit Privat- und Firmenkundengeschäft, Inland-Private-Banking sowie internationalem Off-Shore-Geschäft steigerte den Gewinn vor Steuern im Vorjahresvergleich um 45 Prozent auf 1,587 Mrd. Franken. UBS Asset Management (institutioneller Vermögensverwaltung, Anlagefondsgeschäft, Global Asset Management) erhöhte den Vor-Steuer-Gewinn um 36 Prozent auf 109 Mio. Franken. Beim Finanzdienstleister UBS Warburg schnellte er sogar um 86 Prozent auf rekordhohe 1,319 Mrd. Franken.
swissinfo und Agenturen
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