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UBS ohne Honegger

Eric Honegger will sich neu orientieren. Keystone Archive

Eric Honegger, früherer Präsident der SAirGroup, ist mit sofortiger Wirkung aus dem Verwaltungsrat der Grossbank UBS zurückgetreten.

Mit dem Rücktritt will Eric Honegger möglichen Interessenskonflikten vorbeugen, die sich aus der Beteiligung der UBS an der Crossair einerseits und seiner früheren Funktion bei der SAirGroup andererseits in Zukunft ergeben könnten. Dies teilt er in einer persönlichen Stellungnahme mit.

Damit gibt der ehemalige Zürcher FDP-Regierungsrat seit dem vergangenen März sein drittes von insgesamt vier Verwaltungsrats-Mandaten ab.

Als Präsident der SAirGroup und interimistischer Konzernchef war Honegger am 16. März von Mario Corti abgelöst worden. Nur anderthalb Monate später folgte der Rücktritt als Präsident der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ). Honeggers Begründung lautete damals, er wolle vermeiden, dass die Auseinandersetzung um die Swissair Group die publizistische Glaubwürdigkeit und Handlungsfähigkeit der NZZ tangiere.

Keine Einmischung in Swissair-Plan

Er sei am Rettungsplan der Banken zu Gunsten der Swissair in keiner Art beteiligt gewesen und habe im Verwaltungsrat der UBS stets strikt die Ausstandsregelung befolgt, teilte Honegger weiter mit.

Honegger erklärte auf Anfrage, der Rücktritt bedeute nicht den vollständigen Rückzug von seiner wirtschaftlichen Tätigkeit. «Ich werde meine berufliche Laufbahn aber neu ausrichten», sagte er, ohne seine Zukunftspläne zu verraten.

Honegger hat nun noch ein Verwaltungsrats-Mandat bei der Genfer Affichage Holding und ist Präsident des Stiftungsrats der F.-G.-Pfister-Stiftung, die das Unternehmen Möbel Pfister kontrolliert.

Bis 2003 jährlich 300.000 Franken

Die UBS teilte mit, sie habe vom Rücktritt Kenntnis genommen. Honegger war im April 1999 für eine vierjährige Amtszeit in den Verwaltungsrat gewählt worden. Gemäss ihren statutarischen Verpflichtungen muss die UBS das jährliche Honorar von 300’000 Franken für einen Verwaltungsrat bis zum Ende der Amtszeit im Frühling 2003 weiterbezahlen.

swissinfo und Agenturen

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