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UBS-Umfrage: Löhne werden deutlich steigen

Laboranten bei Givaudan in Dübendorf (ZH). Die Angestellten in der Chemieindustrie dürfen auf eine Lohnerhöhung von 3 bis 4 Prozent hoffen. Keystone

Schweizerinnen und Schweizer werden im Jahr 2001 deutlich mehr verdienen. Laut einer Umfrage der UBS werden die Löhne im Durchschnitt um 3 Prozent wachsen. Bei einer Teuerung von 1,8 Prozent dürften real 1 Prozent mehr Lohn im Portemonnaie verbleiben.

Damit fänden die «mageren Jahre» von 1991 bis 2000 ein Ende, in welchen die realen Löhne wegen der Wirtschafts-Flaute durchschnittlich um weniger als 0,1 Prozent angestiegen waren, sagte UBS-Chefökonom Peter Buomberger am Dienstag (31.10.) in einem Referat vor der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer in Genf.

Informatiker mit grösstem Lohnzuwachs

Der grösste Gehaltssprung wird mit 4,8 Prozent in der Informatikbranche erwartet. Zwischen 3 und 4 Prozent liegen die Lohnerhöhungen bei den Versicherungen, im Bau und in der Chemie. Auch bei den Banken und im Detailhandel verdienen die Angestellten laut UBS-Umfrage mit 3,1 Prozent deutlich mehr.

Um lediglich knapp 2 Prozent dürften die Löhne dagegen in der Textilindustrie und der Druckindustrie steigen. Bei den Fluggesellschaften und im öffentlichen Dienst werden die Gehälter gemäss den Erwartungen der Grossbank um je 2,3 Prozent klettern.

Die Unterschiede in den Lohnerhöhungen seien einerseits auf den Arbeitskräftemangel in den einzelnen Branchen, andererseits auf die unterschiedlichen Produktivitäts-Fortschritte zurückzuführen, hiess es weiter.

Arbeitsmarkt nicht ausgetrocknet

Entgegen den Klagen vieler Unternehmen, dass die Suche nach neuen und insbesondere höher qualifizierten Arbeitskräften zunehmend schwieriger werde, könne noch nicht von einem ausgetrockneten Arbeitsmarkt gesprochen werden, sagte Buomberger. Akuter Mangel herrsche lediglich in der Informatikbranche.

Wenn die Wirtschaft jedoch in den kommenden Jahren mit ähnlichem Tempo weiter wachse, werde sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschärfen. Buomberger verlangte von den Behörden schnellere und einfachere Bewilligungs-Verfahren für ausländische Arbeitskräfte.

swissinfo und Agenturen

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