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Urs Fischer verzichtet auf Sunrise-/diAx-Chefposten

Urs Fischer wird nicht CEO von Sunrise/diAx. Keystone / Michele Limina

Die Überraschung ist perfekt. Der 46-jährige Sunrise-Chef Urs Fischer verzichtet aus persönlichen Gründen darauf, wie vorgesehen das Amt des Konzernchefs der fusionierten Gesellschaft Sunrise/diAx anzutreten.

Statt Fischer wird der 41-jährige Däne Kim Frimer Konzernchef (CEO) von Sunrise/diAx, wie Tele-Danmark-Sprecher Michael Bonde Nielsen am Dienstag (12.12.) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Frimer leitete bisher den Hamburger Mobiltelfonie-Provider Talkline.

Frimer bei Sunrise kein Unbekannter

Frimer war bereits von 1997 bis 1999 administrativer Direktor bei Sunrise. Zuvor war er während fünf Jahren in diversen Bereichen für Tele Danmark tätig. Er besitzt ein Wirtschaftsdiplom der Universität Aarhus, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Fischer habe ein Stellenangebot in der Branche angenommen, sagte Nielsen als Begründung für den Verzicht des designierten CEO. Differenzen über die Ausrichtung der neuen Gesellschaft habe es nicht gegeben. Tele Danmark ist Mehrheitsaktionärin von Sunrise/diAx.

Fischer ist seit 1999 bei Sunrise

Urs Fischer hatte am 1. Februar 1999 nach dem überraschenden Abgang von Hans Ivanovitch die Leitung des Telekomunternehmens Sunrise übernommen. Der diplomierte Maschineningenieur war zuvor bei IBM, Digital Schweiz und Compaq tätig. Bei Compaq war Fischer seit Mitte 1998 Mitglied der europäischen Konzernleitung.

Obwohl Fischer vorgängig über keine Erfahrung in der Telekommunikation verfügte, prägte er massgeblich die weitere Entwicklung von Sunrise bis zur Fusion mit diAx unter dem Dach von Tele Danmark im vergangenen November.

Bei Bekanntgabe der Fusion im vergangenen November war Fischer – und nicht etwa diAx-Chef Frank Boller – von Tele Danmark-Chef Henning Dyremose als designierter CEO des zweitgrössten Schweizer Telekomunternehmens hinter Swisscom vorgestellt worden.

swissinfo und Agenturen

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