Vermutlich 170 Tote bei Brand-Katastrophe in österreichischer Bergbahn
Beim Brand der Gletscherbahn auf dem österreichischen Kitzsteinhorn sind am Samstag (11.11.) vermutlich 170 Personen ums Leben gekommen. Acht Personen überlebten die Katastrophe aus eigener Kraft, wie die Behörden mitteilten.
Acht Personen, die im untersten Waggon mitgefahren waren, konnten sich in Sicherheit bringen, sagte Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger. Sie hatten es geschafft, ein Fenster einzutreten und ins Freie zu gelangen.
Diese Augenzeugen berichteten laut Schausberger, es hätte ein Wunder geschehen müssen, wenn von den übrigen Fahrgästen jemand überlebt haben sollte.
Drei Tote in der Station
In der Bergstation der Seilbahn sind durch das Rauchgas drei weitere Menschen ums Leben gekommen. Diese Personen hatten sich laut Landeshauptmann im Alpenzentrum der Anlage aufgehalten.
Der Brand war etwa 600 Meter nach Einfahrt in den Berg ausgebrochen. Die Bahn kam dadurch automatisch im 3,2 Kilometer langen Stollen zu stehen.
Während in der brennenden Seilbahn vermutlich 170 Menschen hilflos Rauch und Flammen ausgeliefert waren, blieb die gleichzeitig talwärts fahrende Bahn stecken. Die Einsatzkräfte nahmen an, dass sie ohne Passagiere unterwegs gewesen sein dürfte.
Bundespräsident Thomas Klestil und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zeigten sich tief betroffen über die Katastrophe. Den Familien der Opfer drückte der Bundespräsident in einemTelefonat mit Landeshauptmann Schausberger seine tief empfundene Anteilnahme aus.
swissinfo und Agenturen
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