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Versicherungen wollen sich am Bankenvergleich beteiligen

Auch Schweizer Versicherungen sollen in den Vergleich zwischen den Grossbanken UBS und CS, jüdischen Organisationen und Sammelklägern einbezogen werden. Versicherungssprecher bestätigten dass entsprechende Gespräche im Gange seien.

Nach Angaben von Reuters und Radio DRS von Donnerstag (11.05.) handelt es sich um die Versicherer Basler, Rentenanstalt, Swiss Re und Helvetia Patria. Sie seien bereit, einen gewissen Betrag zum 1,25 Mrd. schweren Vergleich zur Beilegung der Sammelklagen gegen die Schweiz zu zu schiessen. Mit diesen Geldern sollen Ansprüche auf nicht ausbezahlte Versicherungspolicen von Holocaust-Opfern befriedigt werden.

Nicht bestätigen wollten die Sprecher am Donnerstag Berichte, wonach sich dieser Betrag auf 50 Mio. Dollar belaufe. Diese Summe sei einmal als Höchstbetrag genannt worden, stehe aber noch keineswegs fest.

Die Gespräche zwischen den Grossbanken, Klägern und jüdischen Organisationen zu diesem Thema seien noch im Gange, betonten Philipp Senn von der Bâloise und Markus Diethelm von Swiss Re gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Versicherungen sind keine Vertragsparteien und nicht direkt daran beteiligt. Sie arbeiten aber mit den Bankenvertretern beim Thema Versicherungen eng zusammen.

Winterthur und Zürich ausgeschlossen

Der im August 1998 geschlossene Vergleich muss noch vom zuständigen Richter Edward Korman abgesegnet und in Kraft gesetzt werden. Allgemein wird damit gerechnet, dass dies noch im Laufe des Mai geschieht.

Nicht mit von der Partie sind die beiden Versicherer Winterthur und Zürich, die laut Vergleichs-Vereinbarungen ausdrücklich vom Vergleich ausgenommen sind. Sie schlossen sich der internationalen Eagleburger-Kommission (ICHEIC) an, die nach Lösungen des Problems der nichtausbezahlten Versicherungspolicen von Holocaustopfern sucht.

swissinfo und Agenturen

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