Wachstum des Aussenhandels beschleunigt sich
Der Schweizer Aussenhandel ist gemäss der am Freitag (19.05.) vom Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) veröffentlichten Statistik im April noch stärker gewachsen als in den Vormonaten.
Das Defizit in der Handelsbilanz für die ersten vier Monate vergrösserte sich auf 736 Mio. Franken.
Die Importe legten im Berichtsmonat nominal 5,8 Prozent zu, die Exporte 1,9 Prozent. Die effektiven Zahlen täuschen gemäss Mathias Pfammatter von der Sektion Aussenhandelsstatistik der Oberzolldirektion: Arbeitstag bereinigt resultierte ein Wachstum von 17,6 Prozent beziehungsweise 13,2 Prozent, denn der April 1999 zählte zwei Arbeitstage mehr als der Berichtsmonat.
Damit habe sich die bisherige Dynamik im Aussenhandel beschleunigt. Der April verlief laut Pfammatter ähnlich gut wie der vergangene Dezember und Januar, als die Einfuhren jeweils über 19 Prozent und die Ausfuhren über 13 Prozent zulegten.
Die Handelsbilanz schloss im April mit einem Defizit von 222 Mio. Franken. Die teuerungsbereinigten Wachstumsraten konnte die Oberzolldirektion auch diesen Monat nicht liefern, weil die Arbeiten zur Neuberechnung des Aussenhandelsindex noch nicht abgeschlossen seien.
Erstes Quartal 2000
In den ersten vier Monaten führte die Schweiz im Vergleich zum ersten Trimester des Vorjahres wertmässig 12,3 Prozent mehr ein und 10,9 Prozent mehr aus. Die Handelsbilanz wies einen Fehlbetrag von rund 736 Millionen Franken aus, verglichen mit einem Defizit von 233 Mio. Franken vor einem Jahr.
Wird der Handel mit Edelmetallen, Edel- und Schmucksteinen sowie Kunstgegenständen und Antiquitäten einbezogen (Total 2), so stiegen die Einfuhren um 15,5 Prozent und die Ausfuhren um 12,3 Prozent. Das Minus in der Handelsbilanz nach Total 2 beläuft sich auf 1,9 Mrd. Franken gegenüber 605 Mio. Franken Ende April 1999.
Das hohe Defizit rührt laut EFD in erster Linie von Palladiumimporten aus Russland im vergangenen März her.
swissinfo und Agenturen
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