Windkraftwerk auf dem Mont-Crosin erweitert
Auf dem Mont-Crosin im Berner Jura werden am Dienstag und Mittwoch nach Angaben der Betreiber die zwei leistungsstärksten Windturbinen der Schweiz montiert. Diese sollen die Jahresproduktion des Windkraftwerks um 70 Prozent steigern.
Die Vorbereitungs-Arbeiten begannen im Juni. Die Montage sollte voraussichtlich am Mittwoch mit der Installation der elektrischen Verbindungen abgeschlossen werden. Die neuen Windturbinen kommen unweit der bisherigen vier Turbinen im östlichen Bereich des Mont-Crosin zu stehen, wie die BKW Energie AG mitteilte.
Die Masthöhe wurde bewusst tief gehalten, damit sich die Windturbinen möglichst gut in die Jura-Landschaft einfügen. Sie verfügen ausserdem über Rotorblattverstellung, kombiniert mit variabler Generatordrehzahl.
Die 76 Meter hohen Anlagen erbringen mit je 850 Kilowatt Leistung eine geschätzte Jahresproduktion von 900’000 Kilowattstunden. Damit erhöht sich die Gesamtproduktion des Windkraftwerks von 2,5 auf 4,3 Mio. kWh. Mit dem Ausbau soll die steigende Nachfrage nach Windstrom abgedeckt werden.
Die Montage der Windturbinen fasziniert offenbar nicht nur Technik-Interessierte: Der Schweizer Komponist Jean-François Bovard liess sich von der Windkraft zum Oratorium «Echo d’Eole» inspirieren. Die Uraufführung ist für Ende September geplant.
Das Windkraftwerk auf dem Mont-Crosin oberhalb von St. Imier wird von der JUVENT SA betrieben. Die BKW Energie AG hält 60 Prozent der Aktien der JUVENT SA. Die weiteren Aktionäre sind die Industriellen Werke Basel, die Electricité Neuchâteloise SA Corcelles, die AEW Energie AG Aarau und die Société des Forces Electriques de la Goule SA St. Imier.
swissinfo und Agenturen
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