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Zusammenschluss in der Software-Branche

Die Software-Firmen Agro-Data AG und die BF-Unternehmensgruppe fusionieren zur Bison Group. Das neue Unternehmen will innert drei Jahren den Umsatz von 110 auf 180 Mio. Franken steigern und die Zahl der Mitarbeiter von 350 auf 600 Personen erhöhen.

Die neue Bison Group orientierte am Mittwoch (02.08.) über die Fusion, aus der eines der fünf grössten Software-Unternehmen der Schweiz entsteht. Angestrebtes Ziel: Bis 2003 zu den Top-Ten der europäischen Anbieter von ERP (Enterprise Ressource Planning) vorstossen. Dafür will Bison über 40 Mio. Franken investieren.

Finanziert werden sollen die Investitionen durch die Zeichnung von zusätzlichem Aktienkapital. Neben bisherigen Niederlassungen in Deutschland und in den USA sind neu Niederlassungen und strategische Partnerschaften – aber auch Beteiligungen und Übernahmen – in Europa und Nordamerika vorgesehen.

Heute hält die fenaco, eine Selbsthilfegenossenschaft der schweizerischen Agrarwirtschaft, die Mehrheit der Aktien der Bison Group. In Zukunft sind Beteiligungsmodelle für Mitarbeiter und der Einbezug zusätzlicher Investoren geplant. Ein Börsengang ist vorläufig nicht vorgesehen, wird aber in weiter Zukunft nicht ausgeschlossen.

Gemeinsames Software-Projekt führte zur Fusion

Die Agro-Data in Sursee (LU) mit heute 200 Angestellten und einem Umsatz von gegen 80 Mio. Franken wurde 1983 als Zweckgesellschaft der damaligen Landwirschaftlichen Genossenschaftsverbände der Schweiz (heute fenaco) gegründet. 1994 wurde die Computer Agrodirect gegründet. Dies gewann Kunden in den Branchen Industrie, Pharma, Banken, Versicherungen, Detailhandel sowie Bundesbetriebe.

Die BF-Unternehmensgruppe in Sempach (LU)- 150 Angestellte und rund 30 Mio. Franken Umsatz – wurde ebenfalls 1983 gegründet und hat sich mit der Anpassung und Einführung betriebswirtschaftlicher Softwarelösungen befasst. 1985 schloss sie sich mit der InfoconsultAG zusammen. 1988 übernahm sie die Globoffice AG in Zürich von der deutschen Häussler Gruppe.

Den Grundstein zur Fusion legte 1997 die gemeinsam entwickelte Software Bison Solution. Das Unternehmen spricht bei dieser neuen, modular aufgebauten Software von einem Paradigmenwechsel bei Gesamtlösungen, die inbesondere für die Anwendung durch KMU (Kleine und mittelgrosse Unternehmen) sinnvoll ist.

CEO Rudolf Fehlmann ortet das grösste Wachstumspotential denn auch im Bereich Software. Zuwachs erwartet er aber auch im Consulting (20 bis 30 Prozent), bei der Hardware (10 bis 20 Prozent) und im Bereich Kommunikation (30 Prozent).

Schliesslich lanciert die Bison Gruop die Bison Academy, eine Ausbildungsstätte für Nachwuchskräfte im IT-Berich, die auch Kunden offen steht.

swissinfo und Agenturen

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