Zwei Prozent mehr Lohn für Bundespersonal
Das Bundespersonal erhält nächstes Jahr einen Teuerungsausgleich von 2,0 Prozent und im März eine einmalige Zulage von 0,5 Prozent des Jahresgehalts. Den Bund kostet dies 84 Mio. Franken. Die Personalverbände reagieren unterschiedlich.
Die Lohnerhöhung für die 38’000 Bediensteten der allgemeinen Bundesverwaltung (inkl. ETH) und die Rentenerhöhung für die Pensionierten gleicht die Teuerung per Ende 2000 voll aus. Der Bundesrat reagiert damit auf die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt und auf die Lohnerwartungen der Privatwirtschaft.
Die einmalige, nicht versicherte Zulage versteht der Bundesrat als Geste an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit 1993 mit verschiedenen Lohneinbussen und Reorganisationen einen Beitrag an die Sanierung des Bundeshaushalts hätten leisten müssen. Er schöpft damit die vom Parlament mit dem Personalbudget bewilligten Mittel voll aus.
Einmalige Zulage zu bescheiden
Der Teuerungsausgleich von 2,0 Prozent belastet das Budget 2001 des Bundes mit 67 Mi0. Franken, die einmalige Zulage von 0,5 Prozent mit 17 Mio.. Weitere 3 bis 4 Millionen – verteilt über mehrere Jahre – kostet die Beförderung unterer Chargen beim Grenzwachtpersonal in eine höhere Lohnklasse.
Die Lohnmassnahmen wurden am 1. Dezember mit den Personalverbänden verhandelt. Einigkeit konnte aber nur beim Teuerungsausgleich erzielt werden. Vor allem die einmalige Zulage ist nach Ansicht der Gewerkschaften zu bescheiden ausgefallen.
Föderativverband nur teilweise zufrieden…
Der Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe wertete die ausgehandelten Massnahmen als nur teilweise genügend. Die in den letzten Jahren auferlegten Lohneinbussen hätten eine grosszügigere Lösung verdient.
Der Föderativverband war am 1. Dezember mit der Forderung einer vierprozentigen Lohnerhöhung in die Verhandlungsrunde eingestiegen. Als positives Zeichen wurde die Fortsetzung der Verhandlungen im Frühjahr gewertet.
Trotzdem zufrieden mit den Lohnverhandlungen ist die christliche Gewerkschaft transfair. Es sei ein bescheidenes, aber durchaus zufriedenstellendes Resultat, urteilt transfair in einem Communiqué.
swissinfo und Agenturen
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