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Fleisch-Skandal: Verseuchtes Fleisch auch in der Schweiz

Österreichische Schweine sollen, mit illegalen Substanzen gedopt, als Steaks auf Schweizer Tellern gelandet sein. Keystone

In Österreich ist eine Affäre um verseuchtes Schweinefleisch aufgeflogen. Acht Mast-Betriebe wurden geschlossen. Das Fleisch soll laut Medienberichten auch auf Schweizer Tellern gelandet sein. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) zeigt sich nicht erstaunt.

Dieser Inhalt wurde am 20. Januar 2001 - 13:50 publiziert

Schweinezüchter aus Österreich stehen nach Razzien und Hausdurchsuchungen in Verdacht, verbotene Antibiotika, Hormone und andere illegale Substanzen eingesetzt zu haben. Nach Medienberichten könnten diese Arzneien nach dem Verzehr beim Menschen teils Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen.

Auch die Schweiz ist betroffen: Der Grossverteiler Migros bestätigte gegenüber der Zeitung "Blick" vom Samstag (20.01.), bis im letzten Oktober von einem der verdächtigten Unternehmer Fleisch importiert zu haben. Jährlich würden über 10'000 Tonnen Schweinefleisch aus Österreich eingeführt. Jedes 16. Schweinesteak komme damit aus Österreich, so Blick.

Der Skandal war nach Recherchen der österreichischen Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" an die Öffentlichkeit gelangt. Auch die Schweizer Sektion der Tierschützer von "Vier Pfoten" meldete, Schweizer Konsumenten hätten trotz aller Kontrollen das Chemie-Fleisch aus tierquälerischer Intensivmast auf die Teller bekommen.

Bundesamt wenig erstaunt

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) räumte ein, natürlich könne nicht alles importierte Fleisch kontrolliert werden. Es gebe aber Stichproben-Programme, sagte BVET-Sprecher Heinz K. Mueller im Blick. Die Affäre enttäusche ihn, er sei aber nicht sonderlich erstaun. Der gnadenlose Preiskampf führe zu solchen Missbräuchen, sagte er weiter.

In der Schweiz sind Hormone und Antibiotika als Leistungsförderer verboten. Importiert werden dürfte nur Fleisch, in welchem keine Rückstände mehr nachgewiesen werden können.

swissinfo und Agenturen

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