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Weisse Männchen sind auf eine grosse Wiese gezeichnet.

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Laut einer Umfrage trägt die Schweizer Bevölkerung die Corona-Krise mit Fassung. Wie geht es Ihnen in dieser nun schon mehrere Monate andauernden speziellen Zeit, die wir alle wegen der Coronavirus-Pandemie durchleben?

Bleiben Sie guten Mutes!

Weisse Männchen sind auf eine grosse Wiese gezeichnet.
Keystone / Valentin Flauraud

Die Stimmung in der Schweizer Bevölkerung wird gegenwärtig als stabil eingeschätzt. Das zeigt die dritte SRG-Umfrage «Die Schweiz und die Corona-Krise».

«Weil keine Ausgangsbeschränkungen erlassen wurden und die Bewegungsfreiheit im internationalen Vergleich immer relativ gross war, ist kein Lagerkoller entstanden«, schreiben die Autorinnen und Autoren.

Das Vertrauen in die Landesregierung bleibt nach wie vor hoch. Während in der ersten Befragung Ende März 61% angaben, grosses oder sehr grosses Vertrauen in die politische Führung zu haben, waren es in der zweiten sogar 67% und jetzt 62%.

Ein Grossteil der Bevölkerung trägt die Lockerung der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus mit. Allerdings geht es einer Mehrheit bei der Wiedereröffnung der Geschäfte zu langsam und im Gastrobereich eher zu schnell. Weiterhin keine Mehrheit findet sich für eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken beim Einkaufen – 53% sind dagegen.

Eine Frau schaut durch einen Fernstecher.
Keystone / Alessandro Della Valle

In der Krise war es der Bundesrat, der in der Schweiz das Heft in die Hand nahm. Das Parlament lag aussen vor. Doch anfangs dieser Woche meldete es sich zu einer dreitägigen Sondersession zurück. Schweizer Medien ziehen heute Bilanz.

Wie der Name schon verrät, ging es während der Corona-Session ausschliesslich um die Bewältigung der aktuellen Krise. Das Parlament habe der Landesregierung Rückendeckung gegeben und das Notrechtsregime demokratisch legitimiert, schreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ).

SRF kritisiert hingegen, das Parlament habe seine Arbeit (zu) spät wieder aufgenommen und habe deshalb unter Zeitdruck gestanden. Einige Resultate der «Rekordtempo-Session» dürfe man daher «getrost als grenzwertig bezeichnen«.

Die Tamedia-Medien konzentrieren sich in ihrer Bilanz auf hundertfach gereinigte Mikrofone, Pizza im Ratsaal und überraschende Post. Kurz: Auf grosse und kleine Geschichten «einer der ausserordentlichsten Parlamentssessionen der Eidgenossenschaft«.

Chirurgen bei der Arbeit.
sda-ats

Nun zu einer Geschichte aus dem Spital. «Schon wieder!», denken Sie vielleicht. Es geht aber hier mal nicht um das Coronavirus. Sondern um «gravierende Vorfälle», die das Berner Inselspital nicht gemeldet hat.

In fast 100 Eingriffen kam es bei der Insel-Gruppe zu Komplikationen mit Medizinalprodukten, wie Der Bund und Tages-Anzeiger berichten. Das Problem: Die Kliniken meldeten dies – obwohl für den Patientenschutz möglicherweise entscheidend – nicht den Behörden.

Das Gesetz sieht für schwerwiegende Komplikationen mit Medizinalprodukten jeglicher Art nämlich eine Meldepflicht vor. Nur so kann Swissmedic fehlerhafte Herzschrittmacher, Prothesen, Implantate oder Katheder vom Markt nehmen. Und Patienten warnen sowie vor Folgeschäden schützen.

Wie kamen die Ermittler den Spitälern auf die Spur? Weil die Hersteller, welche die Insel-Gruppe mit Medizinprodukten beliefern, selbst an die Behörden gelangten. Auch andere Institutionen haben sich bereits strafbar gemacht, wie die Zeitungen schreiben.

Ein Mann spricht vor einem Wohnwagen in ein Mikrofon.
Tele Top

Zum Schluss noch eine Meldung von einem Winterthurer Campingplatz: Dort hoffen mehrere Auslandschweizer und -schweizerinnen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie.

Zum Beispiel Johnny Blumer und seine Frau: Sie leben eigentlich seit letztem Herbst in Spanien auf einem Campingplatz. Doch der Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat dem frühpensionierten Schweizer Ehepaar einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Gegenüber einem Privatfernseh-Sender erzählt Johnny Blumer von den Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus, die er und seine Frau in Spanien zu spüren bekamen. Die Ungewissheit habe sie dazu bewegt, wieder in die Schweiz zurückzukehren.

Das Ehepaar möchte so schnell wie möglich wieder nach Spanien. Es rechnet aber nicht damit, dass dies in diesem Jahr realistisch ist. Mit ihrem Schicksal sind Blumers nicht allein: Auf dem Campingplatz warten noch andere Auslandschweizer und -schweizerinnen das Ende der Pandemie ab.


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