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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Korrespondent oder Korrespondentin ist ein Traumjob. Wir porträtieren Menschen, die aus der ganzen Welt für Sie berichten. Heute: Raphaël Grand aus den USA.

Liebe Grüsse

Zwei Männer bei der Arbeit
Raphaël Grand

Eigentlich wollte Raphaël Grand ja Ingenieur werden. Doch die Bedingung für die Aufnahme an die Ingenieurschule war eine mindestens einjährige Arbeitstätigkeit. Also absolvierte er ein Praktikum bei einem Lokalradio. Heute ist er Korrespondent.

Zwar schloss Grand nach dem Radio-Praktikum zunächst tatsächlich ein Ingenieursstudium ab. Doch: «Dieser Job war nichts für mich», erzählte er meiner Kollegin Emilie Ridard.

Also beschloss der heute 39 Jahre alte Walliser, noch die Journalistenschule zu besuchen. Danach ging er mit seiner Frau auf Weltreise und berichtete als freier Mitarbeiter für das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS.

Im Jahr 2013 bewarb er sich auf die Korrespondentenstelle in China. «Es gab nicht viel Konkurrenz um diese Stelle in China.» So wurde er bereits mit 32 Jahren Korrespondent. Und die Erfahrung in China verhalf ihm später zu seiner heutigen Stelle in den USA.

  • Das ganze Porträt finden Sie auf swissinfo.ch.
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Hotel
Keystone / Martial Trezzini

Die Covid-19-Pandemie trifft die Hotellerie und den Tourismus in der Schweiz hart. Die mit Abstand am stärksten betroffene Region ist Genf: 300 Konferenzen und Anlässe sind abgesagt.

Für schätzungsweise 13’000 der rund 15’000 Beschäftigten im Hotel- und Restaurantgewerbe im internationalen Zentrum Genf soll während des Lockdowns Kurzarbeit beantragt worden sein.

Landesweit werden die Corona-Ausfälle in der Hotellerie in diesem Jahr auf insgesamt 1,8 Milliarden Franken geschätzt. Genf ist wegen der internationalen Organisationen und Banken auf den internationalen Geschäftstourismus ausgerichtet und leidet deshalb besonders.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage über die Auswirkungen der Covid-Krise auf die Schweizer Tourismusindustrie ergab, dass jedes Genfer Hotel im März und April durchschnittlich 1,7 Millionen Franken Umsatzverluste erlitt, und im Mai und Juni rund eine Million Franken. 35 Prozent der Genfer Hotels und Restaurants sind vom Konkurs bedroht.

Bahnhof
© Keystone / Christian Beutler

Wegen der Corona-Krise erleiden ÖV-Unternehmen Ertragseinbussen von bis zu 30 Prozent. Dies teilte die Branchenorganisation «Alliance SwissPass» heute an einer Pressekonferenz mit.

Der Öffentliche Verkehr hatte während der Corona-Krise fast gleichbleibende Kosten, während die Einnahmen zurückgingen. Vor allem der Verkauf von Einzelbilletten sei zeitweise fast komplett eingebrochen und liege auch jetzt noch rund 60 Prozent unter dem Vorjahresniveau, so der Branchenverband.

Wie die Löcher gestopft werden, ist noch unklar. Denn trotz der Ertragseinbussen verzichten die ÖV-Unternehmen auf eine Preiserhöhung. Das Preisniveau sei damit seit vier Jahren im Durchschnitt stabil geblieben, so die Branchenorganisation.

An der Konferenz informierte die Branchenorganisation zudem über einige Neuerungen: Das Studierenden-GA wird abgeschafft. Dafür wird das Sortiment der Sparangebote ab 2021 ausgebaut. Und zukünftig soll es Entschädigungen bei Verspätungen geben.

Chiffriermaschine
Keystone / Ennio Leanza

Der Bundesrat gibt grünes Licht: Jetzt untersucht die Bundesanwaltschaft in der Crypto-Affäre. Die Crypto AG war laut SRF eine «Spionagefabrik» im Dienst ausländischer Geheimdienste.

Die Erlaubnis des Bundesrats war erforderlich, weil es um politische Delikte geht. Der Bundesrat kann ein Strafverfahren verhindern, wenn das Verfahren «gewichtige staatspolitische Interessen» gefährdet. Hier war das offenbar nicht der Fall.

Das Strafverfahren wird nicht etwa wegen Spionage-Delikten mithilfe manipulierter Chiffriergeräte geführt. Vielmehr untersucht die Bundesanwaltschaft mögliche Verstösse gegen Exportbestimmungen. Im Fokus stehen sowohl die frühere Crypto AG als auch deren Nachfolgegesellschaften.

Unabhängig vom Strafverfahren läuft die parlamentarische Aufarbeitung der Crypto-Affäre. Die Geschäftsprüfungs-Delegation des Parlaments hatte im Februar eine Untersuchung eingeleitet. Der Bericht wird nach den Sommerferien vorliegen.

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