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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Darf ich vorstellen? Die Schweizer Firma als Pförtnerin der Hagia Sophia, der unfreiwillige Brasilien-Rückkehrer, die Lernende und der Urdemokrat.

Herzliche Grüsse aus Bern

Keystone / Erdem Sahin

Die Hagia Sophia, das Wahrzeichen Istanbuls, wird wieder eine Moschee. Das betrifft auch eine Schweizer Firma.

Der türkische Präsident Erdogan setzt gern starke Zeichen für den Islam. Sein letztes: Die Rückverwandlung der Ikone von Kultur, Religion und Geschichte am Bosporus.

Fast vier Millionen Besucherinnen und Besucher pro Jahr: Der Riesenbau ist ein Touristenmagnet. Und bisher eine Einnahmequelle, kostete doch der Eintritt zehn Franken.

Das fällt nun weg. Und das bekommt die Schweizer Firma Sicpa zu spüren. Denn das Ticketing lief über die Firma mit Sitz in Lausanne.

Damit ist aber nicht Feierabend, denn die Westschweizer sind immer noch in 68 anderen Museen in der Türkei am Ball, was Herstellung und Verkauf der Eintrittsbillette betrifft.

Pierre Marbacher

Er wollte für immer in Brasilien bleiben. Doch es kam anders: Der Auslandschweizer Pierre Marbacher kam zurück. Weil er musste.

Denn es ging um nichts weniger als sein Leben: Marbacher, der am Strand von Bahia ein Restaurant betrieb, benötigte eine Lebertransplantation. Die Operation hätte er in Brasilien nie bezahlen können. In der Schweiz war er durch die Krankenkasse abgesichert.

Die Operation gelang. Doch es war ein zweiter, noch heiklerer Eingriff nötig: am offenen Herzen. Erneut leisteten die Ärzte ganze Arbeit. Seither muss er Medikamente einnehmen, lebt aber ansonsten fast ohne Einschränkungen.

swissinfo.ch

Corona bringt ein Monument des dualen schweizerischen Bildungssystems ins Wanken: die Berufslehre.

Es ist ein Corona-Schock auf Raten: In den nächsten fünf Jahren könnten in Schweizer Firmen 20’000 Lehrstellen verschwinden.

Das sagt nicht irgendwer, sondern der oberste Bildungsforscher des Bundes, Stefan Wolter. Er beruft sich auf eine Studie der Universitäten Bern und Zürich.

Wolter und weitere Experten gehen von einer grossen Konkurswelle aus, die vor allem kleine Betriebe treffen werde. Also jene, die sich bisher mit staatlichen Stützungsinstrumenten wie Kurzarbeit, Überbrückungskrediten und Betreibungsstopp über Wasser halten konnten.

Eine gute Nachricht gibt es immerhin: Die Zahl der Lehrstellen ist in diesem Jahr nicht eingebrochen. 

Keystone

Bei der Landsgemeinde im Kanton Glarus gibt’s 2020 ein neues Eintrittsticket: Fiebermessen.

Die Glarnerinnen und Glarner lassen sich auch vom Coronavirus nicht aus der Ruhe bringen: Zwar mit einem halben Jahr Verspätung, führen sie am 6. September 2020 doch noch ihre diesjährige Landsgemeinde durch.

Dabei gibt es eine Regel, die es in der langen Geschichte der direkten Demokratie in der Schweiz so noch nie gegeben hat: Wer Fieber hat, verliert das Stimmrecht.

Alle Teilnehmenden müssen Checkpoints durchlaufen, an denen ihnen Zivilschützer die Temperatur messen. Wer 38 Grad Fieber und mehr hat, wird abgewiesen.

Dies ist aber nicht die einzige Massnahme: Auf dem Platz herrscht Maskenpflicht, und für ältere Stimmberechtigte gibt es  den Spezialsektor.

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Gastgeber/Gastgeberin Marcela Aguila Rubín

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