Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
In Minsk gehen die Menschen auf die Strasse, um gegen das Regime zu protestieren. Die Schweiz intensivierte jüngst ihre Beziehungen zur "letzten Diktatur Europas". Was halten Sie davon?
Herzliche Grüsse
Hunderttausende Menschen gehen in Minsk auf die Strasse, um gegen das Regime von Präsident Alexander Lukaschenko zu protestieren. Das bringt die Schweizer Diplomatie in Verlegenheit. Denn zu Beginn dieses Jahres versuchte sie, die bilateralen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen wieder zu beleben.
«Die Einweihung der Botschaft zeugt von der wachsenden Bedeutung unserer Beziehungen und würdigt die Rolle von Weissrussland in der Region», sagte der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis anlässlich der Eröffnungsfeier der neuen Schweizer Botschaft in Minsk am 13. Februar.
Bis zum vergangenen Jahr unterhielt die Eidgenossenschaft nur ein so genanntes «Botschaftsbüro» in der weissrussischen Hauptstadt. Dessen Umwandlung in eine Botschaft sollte daher den Beginn einer neuen Phase intensiver diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern einläuten.
Im Jahr 2016 hob Bern im Einvernehmen mit der EU einen Grossteil der zehn Jahre zuvor gegen Weissrussland verhängten Sanktionen auf. Vergangenen Freitag haben sich die EU-Aussenministerinnen und Aussenminister überraschend für gemeinsame Sanktionen gegen Weissrussland ausgesprochen.
- Den ganzen Artikel finden Sie auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Interview mit dem schweizerischen diplomatischen Vertreter in Minsk über die wichtiger werdenden Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
- Ein Artikel in der RepublikExterner Link darüber, dass der Chauvinismus in Weissrussland sich gerade selbst erledigt (Paywall).
- Die NZZExterner Link zeigt in einem Interview, wie die weissrussische Diaspora in der Schweiz die Proteste erlebt (Paywall).
- Die Luzerner ZeitungExterner Link befragte Schweizer Politiker, was sie von Sanktionen gegen Weissrussland halten.
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Am 4. August explodierte im Hafen von Beirut eine Ladung Ammoniumnitrat. Über 220 Menschen starben, mehr als 6000 wurden verletzt, rund 300’000 verloren ihr Zuhause. Die Glückskette ruft zu Spenden auf.
Die libanesische Bevölkerung ist nach der Explosion auf Nothilfe angewiesen. Nun verstärkt die Schweizer Glückskette ihren Spendenaufruf mit Unterstützung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft, zu der auch swissinfo.ch gehört.
Die Partnerhilfswerke der Glückskette waren wegen der syrischen Flüchtlinge, die einen Fünftel der Bevölkerung ausmachen, bereits vor Ort. Nun verteilen sie Lebensmittel, Wasser sowie Material für die provisorische Instandsetzung der Unterkünfte und leisten medizinische Hilfe.
«Die Schweiz des Mittleren Ostens» wurde der Libanon früher genannt. Doch seit 2019 befindet sich das Land in einer Wirtschaftskrise. Die Coronavirus-Krise hat den Libanon bereits arg gebeutelt. Nun kam noch die Explosion hinzu.
- Die ganze Meldung auf swissinfo.ch.
- Die Website der GlücksketteExterner Link.
- Spenden sind jederzeit möglich auf das Postcheck-Konto 10-15000-6 (Vermerk «Libanon») oder online auf www.glueckskette.chExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Bei der Explosion wurde die Schweizer Botschafterin verletzt.
Ein Betreiber einer thermischen Kehrichtverwertungs-Anlage will mit seinem Werk künftig «auf eine positive Auswirkung auf die Umwelt abzielen». Wie soll das gehen?
Bereits heute wird die bei der Müllverbrennung entstehende Wärme zur Stromerzeugung und Versorgung von Fernwärme-Netzen oder industriellen Prozessen genutzt.
Daniel Baillifard, Generaldirektor der Kehrichtverwertungs-Anlage (KVA) Satom SA in Monthey (Kanton Wallis) hat eine Idee: Statt dass die Leute wiederverwertbare Materialien zur Deponie bringen und dafür ins Auto steigen, sollen sie alles in den gleichen Sack werfen. Neuste optische Sortier- und künstliche Intelligenztechnologien würden dann alle wiederverwertbaren Materialien sortieren.
Das würde laut Baillifard nicht nur das Leben der Leute erleichtern, sondern auch den ökologischen Fussabdruck des Abfalls weiter verringern. Eine weitere Vision für das nächste Jahrzehnt ist für ihn eine Flotte von Müllwagen, die mit Elektrizität und/oder aus Abfall hergestelltem Wasserstoff betrieben werden.
- Den ganzen Artikel finden Sie auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: CO2 aus Schweizer Abfällen in der Nordsee.
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Was denkt eine Ukrainerin über die Schweiz? Eugenia Senik ist Schriftstellerin aus der Ukraine und besucht regelmässig ihren Freund in Basel. Ein subjektiver Bericht.
«Bei dir kann ich den Wasserhahn öffnen und ganz einfach Wasser trinken, wann immer ich Durst habe. Ich höre nicht auf, das als Wunder zu sehen», schreibt Senik und staunt, dass in der Schweiz mit Trinkwasser geduscht, geputzt wird und Blumen gegossen werden. In der Ukraine muss sie ihr Trinkwasser Liter für Liter nach Hause schleppen.
«Ich öffne den Abfall, um etwas wegzuwerfen und sehe den Schweizer Käse, der wahrscheinlich schon abgelaufen ist», schreibt Senik. «In der Ukraine schätzt man diesen Käse als den besten in der ganzen Welt. Man wird ihn nie ablaufen lassen. Auf keinen Fall!»
Eugenia Senik (34) ist Schriftstellerin aus Luhansk in der Ukraine (ein Kriegsgebiet im Donbass). Sie ist Autorin von vier Romanen, ihr aktuelles Buch handelt von internationalen Obdachlosen in der Schweiz und wird in naher Zukunft auf Deutsch übersetzt.
- Den ganzen Gastbeitrag finden Sie auf bajour.chExterner Link.
- Eugenia Seniks BlogExterner Link auf Deutsch.
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