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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Corona stürzt die Schweizer Wirtschaft in die grösste Rezession seit 1980. Im Kanton Schwyz sterben zehn Menschen an Listerien-Käse. Ein guter Tag sieht anders aus.

Beste Grüsse und bleiben Sie gesund!

swissinfo.ch

Er rettet alte Häuser. Und gleichzeitig noch einen alten Beruf: Lernen Sie Tiziano Dadò kennen!

Die Welt, in welcher der 59-Jährige lebt, ist unwirtlich, zumindest im Winter: Es ist das Val Bavona in den Tessiner Alpen. Dort restauriert Dadò alte, traditionelle Häuser aus lokalem Stein.

Dabei ist er zu einem wahren Bau-Meister geworden. Sein besonderes Augenmerk gilt den Dächern – auch sie aus lokalem Stein. Genauer: aus Schieferplatten.

Die Kunst besteht einerseits in der richtigen Grösse der Steinplatten, andererseits in der Schräge des Dachs. War Dadò am Anfang «letzter Hüter» des alten Dachbau-Wissens, sind es dank ihm heute auch wieder Junge, die im abgelegenen Tal die Tradition mit Stolz weiterführen.

Keystone

Horror-Sommer für das Schweizer Uhrengeschäft: Ohne internationale Gäste herrscht in den Kassen gähnende Leere.

Selbst der Riese liegt auf dem Krankenbett: Gerade hat Grosshändler Bucherer den Abbau von knapp 400 Stellen angekündigt, davon 220 in der Schweiz.

Der Umsatz der Uhrenläden ist bis um 90% weggebrochen. Betroffen sind auch Standorte abseits der grossen Touristenströme.

Die Hersteller ergreifen die Flucht nach vorn: In Windeseile bauen sie Kanäle für den Online-Direktverkauf auf.

Keystone / Handout

Jetzt haben wir es schwarz auf weiss: Corona stürzt die ganze Schweizer Wirtschaft in die grösste Rezession der letzten 40 Jahre.

Minus 8,2%: Dies der Einbruch des Bruttoinlandprodukts (BIP) von April bis Juni gegenüber dem ersten Quartal. Es ist der schlimmste seit Beginn der Ausweisung der Quartalszahlen 1980. Über die erste Jahreshälfte gesehen beträgt der Einbruch gar 10,5%.

Es mag ein schwacher Trost sein, dass die Schweiz im internationalen Vergleich «verhältnismässig glimpflich» davongekommen sei, so die Wirtschaftsagentur des Bundes. Experten hatten einen Einbruch von bis zu 10% befürchtet. Zum Vergleich: Grossbritannien und Spanien tauchten BIP-mässig um 20,4 respektive 18,5%.

Am meisten unter Lockdown und Corona-Massnahmen litten die Dienstleistungen. Auch der Rückgang des privaten Konsums zog nach unten.

Keystone / Martin Ruetschi

Käse ist ein Klischee für die heile Schweizer Bergwelt. Das Naturprodukt kann aber auch töten. Wie im Kanton Schwyz.

Dort starben 2018 zehn Personen nach dem Verzehr von Brie, einem Weichkäse, der mit Listerien verseucht war. Insgesamt wiesen 34 Menschen die Infektionskrankheit auf.

Dies haben Ermittlungen der Staatsanwaltschaft des Urkantons ergeben. Die Delikte lauten auf mehrfache fahrlässige Tötung, mehrfache fahrlässige Körperverletzung sowie Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz.

Immerhin beruhigend: Die Käserei, aus welcher der tödliche Käse stammte, ist identifiziert.

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