Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Das erste Double der Berner Young Boys seit 1958. Doch gefeiert wurde nur ganz verhalten. Schon bald sind Stadionbesuche in der Schweiz wieder möglich – unter welchen Bedingungen, hat die Landesregierung am Mittwoch definiert.
Herzliche Grüsse aus Bern
Die Corona-Fallzahlen steigen weiter. Trotzdem will der Bundesrat Grossanlässe wieder ermöglichen. Aber wie?
Ein tödliches Virus und Grossanlässe mit tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertragen sich nicht unbedingt. Logisch also, dass Fussballfreunde auf Fangesänge in der Kurve und Opernfreunde auf Ariengesänge von der Bühne zuletzt verzichten mussten.
Doch jetzt wird alles anders. Ab dem 1. Oktober sind Grossveranstaltungen wie Theater, Sportanlässe und Messen mit mehr als 1000 Personen wieder möglich.
Die Landesregierung hat am Mittwoch darüber informiert, unter welchen Bedingungen: Nur Sitzplätze, wobei maximal zwei Drittel der Plätze belegt sein dürfen, Maskenpflicht für alle, keine Platzkontingente für Gästefans. Wie sich Hopp-Rufe wohl durch eine Maske anhören? Bald werden wir es wissen, früher als viele andere Länder.
- Unser Artikel zur momentanen Corona-Situation in der Schweiz.
- Hier haben wir für Sie die Krise in Grafiken zusammengestellt.
- Das Bundesamt für Statistik (BFS) bietet ebenfalls eine Seite mit umfangreichen Zahlen zum CoronavirusExterner Link.
- Grossanlässe zu Zeiten von Corona: Die Schweiz geht weiter als die Nachbarn, das zeigt der VergleichExterner Link von Tamedia.
- In 15 Minuten ein Resultat: Was wir über den angekündigten Covid-Schnelltest wissenExterner Link, verrät SRF-Wissenschaftsredaktor Daniel Theis.
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Kaum Frauen in der Führung: Die Schweizerische Nationalbank ist und bleibt ein Männerclub.
Gleichstellung sieht anders aus: Im erweiterten Direktorium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist von sechs Personen nur eine weiblich. Und mit Thomas Jordan und Fritz Zurbrügg sind auch der Präsident und sein Vize Männer.
Das sei kein Zufall, schreibt Fabio Canetg, unser Mann für Geldpolitik, in seiner Analyse. Anders als etwa ihr europäisches Pendant verfügt die SNB nämlich weder über frauenfördernde Programme noch über verbindliche Ziele für mehr Geschlechtergleichheit in Führungspositionen. So rasch wird sich also am Missstand nichts ändern.
Dabei gäbe es durchaus Beispiele, wie man es besser machen könnte. Bei der US-Notenbank Fed sind 43 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt. Bei der SNB sind es gerade mal 19 Prozent.
- Hat die Nationalbank ein Männerproblem? – die Analyse von Fabio Canetg.
- «Die Nationalbank investiert unethisch», sagt Wirtschaftsjournalistin Patrizia Laeri im aktuellen Geldpolitik-Podcast.
- Unser vertiefender Fokus zum Themenkomplex Nationalbank.
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Die Schweiz will in der Entwicklungshilfe auf die Hilfe grosser Konzerne setzen. Der Blick ins Ausland zeigt: Das ist heikel.
Ein Kollege hat mir einmal erzählt, dass das Hilfswerk, für das er in Afrika tätig war, Medikamente nicht selbst in die entlegenen Dörfer transportiert hat. Sie setzten stattdessen auf die Hilfe von Coca-Cola.
Dank Spezialbehältern konnten sie den freien Raum in den Cola-Harassen für den Transport von Medizin nutzen. Das Vertriebsnetz des Getränkeriesen sei so gut ausgebaut, dass ein kleines Hilfswerk nicht mithalten könne, sagte er. Bestehende Ressourcen zu nutzen, ist durchaus sinnvoll.
Doch die immer enger werdenden Beziehungen zwischen Hilfsorganisationen und multinationalen Unternehmen bereiten vielen NGO auch Sorgen. Zu einem klaren Schluss kommt Daniel Willis von Global Justice Now, einer britischen Organisation für Entwicklungshilfe: «Ich bin voll und ganz davon überzeugt, dass der private Sektor in irgendeiner Weise eine positive Rolle spielen könnte», sagt er. «Es ist nur so, dass der private Sektor oft nicht wirklich eine positive Rolle spielen will.»
- Wenn das Big Business in der Entwicklungshilfe mitmischt – ein Beitrag von Jessica Davis Plüss.
- Corona beeinflusst die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit – ein Artikel über die Parlamentsdebatte vom Juni.
- Die Schweiz zahlt den lokalen Partnern bei Projekten in Afrika überhöhte Löhne – eine RechercheExterner Link der Neue Zürcher Zeitung (Paywall).
«In der wundersamen Eidgenossenschaft, da geht vieles, was anderswo nicht geht«, sagt der in Berlin lebende Publizist Frank A. Meyer.
Als ich in jungen Jahren erstmals nach Berlin reiste, begeisterte mich die Stadt hellauf. Die Aufbruchstimmung der 1990er-Jahre war förmlich greifbar. In dieser lebendigen Metropole schien damals alles möglich zu sein.
Gleichzeitig stolperte ich auf Schritt und Tritt über die Spuren der Weltgeschichte. Ich kann dem Publizisten Frank A. Meyer nachfühlen, dass er sich in Berlin wohlfühlt.
Von aussen blickt der in Biel geborene Freigeist heute auf seine Schweizer Heimat. «Der Streit hält die Gesellschaft zusammen, wofür ja die Schweiz das beste Beispiel ist.» Im grossen Gespräch mit der NZZ äussert er sich zum «ökologischen Evangelismus» und zur «autoritären Kultur des real existierenden Islam» und sagt, wie er Probleme am liebsten adressiert: lustvoll und mit offenem Visier.
- Vom Schriftsetzer zum Mitglied der Konzernleitung von Ringier – ein Lebenslauf wie seiner sei nur in der Schweiz möglich, sagt Frank A Meyer im InterviewExterner Link mit der NZZ (Paywall).
- Wie es um die Chancengleichheit in der Schweiz steht, hat eine Studie der Universität St. Gallen gezeigt – ein BeitragExterner Link von Tamedia.
- Dass Frank A. Meyer gerne provoziert, zeigt er regelmässig in seinen KolumnenExterner Link im Blick.
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